Freitag, 11. März 2016

06.03.2016 BSG Wismut Aue - 1.FSV Mainz 05 II 1-0

Bevor es morgen zur langen Fahrt zu den Kieler Sprotten geht, noch mein Eindruck des Spieles gegen die zweite Mannschaft des 1.FSV Mainz 05.

In Rekordzeit ging es auf freien Straßen Richtung Erzgebirge. Der Treffpunkt war der Gewohnte und beim Aufwärmprogramm zum Spiel wurde neue Reize gesetzt. Anders als eine Woche zuvor trafen wir am EInlass nicht auf mdr-Showman Eik Galley und spätestens dann war klar, an diesem Tag kann nur der Gastgeber gewinnen.


Es sollte auch der 70. Geburtstag von Wismut Aue gefeiert werden. Auf Grund der derzeitigen Standortproblematik müssen aussagekräftige Fotos diesmal ausbleiben, sind aber sicher unkompliziert für jeden nachzuvollziehen.

Den von mir schon öfter gewählten Journalistenplatz über Block C/D/E, wählten wir diesmal vor Spielbeginn. Lila-weiße Schwenkfahnen hinter einem großen Wismut Aue Wappen bildeten die Elemente der Choreografie. Auf Grund der aktuellen Situation muss man sich damit wohl zufrieden geben, auch wenn optisch bereits Besseres präsentiert wurde.


Da viele Erzgebirge sich gleichfalls für unseren Standort interessierten rief das alsbald den Sicherheitsdienst auf den Plan. Seltsamerweise mussten wir den Verlust unseres Presseausweises feststellen und ein kicker-Abonnement war auch nicht überzeigend genug. Ein Vereinzelter hat die Kontrolle überstanden, weil er den Kontrolleuren online seine Ausweis zeigen wollte, aber durch den mangelnden Empfang natürlich entschuldigt war. Sehr clever.


Der Gästeblock heute natürlich leer, das Spiel zum einschalfen. So ging es in die Pause. In der zweiten Hälfte war der Tabellenzweite fast wie verwandelt. Angetrieben von Vince und seinen Offensivkollegen rollte ein Angriff nach dem Anderen. Wie so oft konnte dies nur unzurechend ausgenutzt werden. Also musste ein Handelfmeter her, den man wie immer von zwei Seien betrachten kann. Mir macht das nichts aus und Mario verwandelte auch bockstark. Auf perversen Torjubel wurde diesmal verzichtet, schließlich wollen wir im Mai was ganz anderes feiern.

In diesem Sinne auf nach Kiel!

PS: Während des gesamten Spiels wurde der ehemalige Unterbau der Anzeigetafel abgedeckt. Grund dafür ist das daran angebrachte Graffiti. Zwischen Verein und Fanszene gibt es aktuell eine Auseinandersetzung hinsichtlich des Gründungsdatums von Wismut Aue. Eine Rolle dabei werden sicher auch die extern vergebenen Markenrechte spielen. Für mich ein sinnloser Nebenkriegsschauplatz, aber scheinbar geht es uns gerade zu gut.

Dienstag, 8. März 2016

02.03.2016 FC Energie Cottbus - BSG Wismut Aue 0-0


Nach dem ernüchternden Auftritt gegen Erfurt, reiste man auch an diesem Mittwoch den erzgebirger Goldfüßen nach Cottbus hinterher. Der fahrbare Untersatz wartete in DD-Neustadt auf mich und nach einem Kuhhandel konnte man auch vom gemeinen Elbstadtbewohner etwas Geld für die Parkuhr erhalten.

Aber dort dann mit dem Zug durch die südbrandenburgische Provinz. Obwohl uns Reinald Grebe immer wieder darauf hinweist, hatte ich das Essen nicht mitgenommen und bereiste den Landstrich mit trockener Kehle und leerem Magen. Es ist schon enorm wie einsam und verlassen einige Gebiete rund um Senftenberg, Ortrand u. A. wirken.

Cottbusser Anhang wurde die ganze Fahrt über nicht gesichtet. Auch das Graffitiduell an den Bahnhöfen muss man ganz klar den Dynamos zusprechen. Als Cottbus dann erreicht war, konnten im Bahnhof für einige Minuten die letzten Menschen gesehen werden.

Vom Bahnhof bis zum Stadion sah man keine Menschenseele, nur ein paar Uniformierte standen parat, um vor einem möglichen Angriff in Zombietown zu schützen. So war es auch möglich über die ganze Straßenbreite dem Gästebereich entgegen zu streben. Aus guten Zeiten war noch ein "Gästefans jagen" zu erblicken, aber davon kann heute niemand mehr erzählen.

Am Eingang waren schon einige Mutige aus Aue und Umgebung anzutreffen. Der Großteil musste sich schon etwas Mut antrinken um die Expedition an die Spree in Angriff zu nehmen. Der private Sicherheitsdienst in Cottbus wie gewohnt in großer Zahl vertreten, bei dem ein oder anderen konnte man aber die Nervosität erkennen. Sicher nicht das angenehmste Arbeitsumfeld.

Das Stadion der Freundschaft strahlt immer noch im alten, zusammengewürfeltem Glanz. Darüber wurden aber bereits viele Worte verloren. Beängstigend wie wenig Zuspruch Energie noch findet, gerade in der jetzigen Aktion wird die Unterstützung gebraucht. Allerdings kann man verstehen, dass der Stadtpark als Anwanderungsweg gern gemieden wird.

Unter dieser Voraussetzung fällt es auch schwer vom Spiel zu schreiben und ehrlich gesagt war das so trist, dass jedes über eine große Hemmschwelle drüber muss. In einem Satz: Aue war unterirdisch mit nur einer klaren Torchance, Cottbus machte in der 2.Hälfte Druck, wobei die Kugel an diesem Tag nicht das Tor fand.

Der Schlusspfiff sorgte für kollektives Felsbrockenfallen im Gästeblock. Der an diesem Tag einen ordentlichen Auftritt hinlegte. Schließlich wurde man hervorragend durch die gefühlt 70 Securitys beschützt, die jede Sekunde auf einen Angriff gefasst waren. Gut so, solches Fachpersonal bei sich zu wissen. Besonders Dart-Freund "140" wusste durch sein wachsames Auge zu gefallen.

Leider konnten die Ordner ihre Zusatzaufgabe nicht erfüllen, so knobeln sie heute noch, wie man aus ihren Personalnummern das Gründungsjahr der Cottbusser 1966 zusammenstellt. Während des Spiels gingen geschätzt 70 Lösungsversuche schief.  

Mal im Ernst: der Punkt war erzittert, die Leistung sehr überschaubar und ein so tristes Umfeld erlebt man selbst in Sandhausen oder Unterhaching nicht. Alles Gute dass die Stadt Cottbus und der FC Energie mal wieder bessere Zeiten erleben.

PS: Der Aufstieg steht noch auf der Agenda auch wenn die geforderten 7 Punkte aus der englischen Woche nicht mehr erreichbar sind.

PPS: Mit einer äußerst launigen Radiokonferenz ging es wieder nach Hause, wo man sich am nächsten Tag etwas Urlaub gönnte.

Freitag, 4. März 2016

02.03.2016 VfL Osnabrück - Sg Dynamo Dresden 0:3

"Nie mehr! Nie mehr! 3. Liga! Nie mehr! Nie mehr!"

Puh...Luft holen und erstmal wieder in die Realität zurück kommen. 

Die Anreise zum 3.Liga Spitzenspiel erfolgte auf Grund der grandiosen Anstoßzeit von 20:30 Uhr (sag mal ist das euer Ernst????) mit dem Pkw. Die Fahrt verlief bei ausreichend Gequatsche und dem einen oder anderen Bier recht kurzweilig und so traf man kurz vor 19 Uhr in Osnabrück ein.


 Dort wurde noch das ein oder andere Photo gemacht, ehe es langsam in die "Osnatel-Arena" ging. Diese war dann heute mit knappen 14.000 Zuschauern gefüllt, wovon ca. 800 Gäste waren. Zur "Arena" kann man sagen, dass diese auf Grund ihre Nähe zum Feld schon zu gefallen weiß. Auch das es kaum irgendwelchen sinnlosen Schnick-Schnack gab, wusste zu überzeugen. Allerdings muss man auch sagen, dass die "Arena" wohl schon ihre besten Zeiten hinter sich hat. So wirkt doch einiges sehr Marode und eine Renovierung, vor allem der Gästeblock Traversen, wäre wohl mal von Nöten. Dabei könnte man dem Stadion auch gleich mal einen neuen Anstrich geben, denn Lila ist doch schon extrem hässlich und schwul.


Auch das Stadioncatering wurde sich mal genauer angeschaut und so gab es eine Bratwurst und Bier für einen relativ schmalen Taler. Geschmacklich beides nicht das Beste, ich hatte aber auch schon wesentlich schlechteres in einem Stadion (sh. Heimspielberichte, ausgenommen dort die Kulti-Bratwurst).

Nun aber langsam mal zum Spiel. Die Osnasen waren bis zum heutigen Spieltag richtig gut drauf gewesen, seit mehreren Spielen ohne Niederlage und die letzten 5 Spiele sogar ohne Gegentor. Und so stimmten sich die Heimanhänger auch schon ordentlich vor dem Spiel ein, jedoch fiel leider auch hier wieder auf, dass die Hassgesänge gegen uns wieder um einiges lauter waren, als der Support des eigenen Teams. Aber danke auch hier für die Blumen. Bei uns war der Block 15. Minuten vor Anpfiff noch recht leer, was daran lag das die Bullen den Einlass blockierten, was sie mit einem angeblichen Blocksturm begründet wurde. Das hieß das nun mehrere Leute wieder raus sind um die Bullen zu attackieren, damit die vor dem Stadion verweilenden auch hinein kommen konnten. Die Bullen hatten aber durch Pfeffer und Knüppel alles im Griff und so musste man sich zurückziehen. Drinne war dann aber doch jeder und auch alles was rein sollte. Die erhoffte Pyro blieb aber heute leider aus.

Das Spiel begann dann heute sehr rassig und bereits nach 8. Minuten klingelte es das erste Mal im Heimtor. Einen langen Ball von Lumpi erlief Eile und legte auf Paco quer, welcher zum 1:0 einschob. Das Tor war den Dosenöffner für eine klasse erste Halbzeit. Erst scheiterte Hefe am Osna-Hüter, dann schlug Kreuzers Kopfball nur an die Latte und von dort zurück ins Feld. Aber auch Osnabrück hatte eine gute Möglichkeit und so scheiterte Osnabrücks Savran an Dynamo-Hüter Blaswich. Danach war es aber wieder so weit und Testroet setzte sich nach Zuspiel von Aosman durch und schob zum pervers umjubelten 2:0 für die Gäste ein. Bis zur Pause passierte dann nichts mehr.


In Hälfte 2 nahm Dynamo dann das Tempo heraus und die Heimelf versuchte den Anschlusstreffer zu markieren. Doch sie bissen sich an der Abwehr heute die Zähne aus, was sich dann auch in einigen Frustfouls wiederspiegelte. Ein solches zog dann in meinen Augen eine vertretbare Rote Karte für den Osnabrücker Drecho nach sich. Das Spiel lief dann vor sich hin, ehe Eilers auf 3:0 erhöhte und damit den Endstand markierte.


Die Stimmung war während des gesamten Spieles über im Gästeblock gut. Auch der Heimanhang war kurz gut aufgelegt, doch die 2 Gegentore hemmten die Lautstärke in der ersten Halbzeit schon sehr. Als dann die Niederlage aber absehbar war, wurde es auch beim Heimanhang wieder etwas lauter. Außerdem zeigten sie ein Spruchband mit dem sinngemäßen Inhalt, dass man in Dresden nur per Spruchband pöbeln kann, aber wenn es darauf ankommt man nur mit Flaschen wirft und die Reifen quietschen lässt. Na Hauptsache ihr glaubt an eure Worte!


Als das Spiel dann vorbei war, wurde noch ausgiebig gefeiert und dann ging es auf die Heimfahrt, welche das Auswärtsspiel dann 3:30 Uhr beendete.


Fazit: Niemand kann Dynamo stoppen!!!

  










 



27.02.2016 Sg Dynamo Dresden - Fortuna Köln 4:0

"Weniger Tore! Mehr Randale!"

Anreise heute erneut per Deutscher Bahn und pünktlichst wurde Dresden erreicht. Ein, zwei Bier noch in der Towi genossen und dann ging es auch schon herein ins heimische Stadion (oder jetzt auch DVV-Stadion).

Dort begrüßte man heute die Fortuna aus Köln. Ja genau die Fortuna die im Hinspiel in Köln mit 5:1 zerstört wurde und auch diesmal sollte es für sie nicht viel besser werden. Unterstützung fanden sie trotzdem von heute ca. 80 Fortunen, welche aber schweigend das Spiel verfolgten. Im gesamten Rund fanden sich dann heute gute 24.000 Zuschauer ein.

Und diese bekamen einiges geboten für ihr Geld. Denn bereits nach 15 Minuten veredelte Aosman auf Vorarbeit von Eilers zum 1:0. Danach war Dynamo weiter am Drücker und auch die Gäste versuchten ihr Glück im frühen angreifen der Dynamos. Doch das brachte leider nichts, da sie insgesamt nicht in die entscheidenden Zweikämpfe kamen. So erhöhte letztlich Paco Testroet noch vor der Halbzeit auf 2:0. Vorangegangen war ein langer Einwurf von Dynamos Marco Hartmann, welcher die komplette Fortunen-Abwehr aushob. 
In Hälfte 2 ging dann muntere Preisschießen dann weiter. Erst traf Paco Testroet nach überragender Vorarbeit von Kreuzer und dann schaffte es auch der Junge mit dem Assinamen seinen Torfluch zu besiegen. Nach einer zu kurz geratenen Abwehr der Fortunen, nahm sich Eilers ein Herz und jagte das Spielgerät sehenswert ("wohl Marke Tor des Monats") in die Maschen. Beim 4:0 sollte es dann auch bleiben, wenn auch Dynamo 1,2 Tore mehr hätte machen müssen. Aber auch die Fortuna hatte eine gute Doppelchance, welche erst an der Latte scheiterte und dann an Dynamo Hüter Blaswich.
Nach dem Spielende feierte das Stadion dann noch die Elf und die weiterhin unangefochtene Tabellenspitze. Auch so war der K-Block endlich mal wieder gut aufgelegt, was wohl aber auch durch den Spielverlauf bedingt war. Außerdem gab es seit langer Zeit mal wieder eine "Uffta" während des Spiels, was wohl für einige mal wieder ein richtiges Highlight war.

Ansonsten ging es auf eine in Bier getränkte Heimfahrt...

Fazit: 2 Spiele gegen Fortuna. Torverhältnis 9:1. 6 Punkte. Was will man mehr???



Donnerstag, 3. März 2016

28.02.2016 BSG Wismut Aue - FC Rot-Weiß Erfurt 2-2

Willkommen in den Ostspielwochen Teil 1 der Rückrunde 2015/2016. Nach dem überragenden Sieg an der Ostseeküste waren nun die Gäste aus der Blumenstadt im Erzgebirgs(halb)oval, bevor es am Mittwoch in die tiefste Lausitz geht.

Das Standortroulette wollte es so, dass wir diesmal in unmittelbarer Nähe des Gästeblocks standen. Und was soll ich sagen, da kamen Gefühle aus allen Zeiten auf. Die Erfurter füllten den Block in ordentlicher Anzahl, zum Pöbeln wurde eigentlich über die gesamte Spielzeit der Trennzaun bestiegen und auch sonst muss man den Gästen einen guten Auswärts-Support bescheinigen.

Bereits vor dem Spiel gab es eine hitzige Situation. Die Zaunfahnen mussten auf Anweisung nochmal umgehangen werden, die Thüringer witterten einen versuchten Zaunfahnen-Klau und waren sofort ordentlich auf dem Zaun vertreten und in Erwartung. Letztlich nichts passiert, aber Erfurt war auf Betriebstemperatur. Die derzeitige Blockaufteilung würde den Jägern und Sammlern aber durchaus gut zu Gesicht stehen.

Auf dem Platz Aue zum Start furios. Soukou - Ball links vorbei er selbst rechts - macht die schnelle Führung. Das mündete natürlich in einem extrem perversen Torjubel, bei dem kein Auge trocken blieb. Bis zur Pause passierte nicht mehr soviel, bis auf den Ausgleichstreffer durch Fellaini, oder hieß der doch anders?

Erfurt ging dann auch noch in Führung - Meinung neben mir war unisono abseits, was ich anders sah - und dem FC Erzgebirge viel nicht mehr viel ein. Nach der Gäste-Führung wurde es dann noch ein hitziges Duell zweier Teams der ehemaligen Oberliga (Puh...den Begriff Ost-Derby nochmal umschifft). Rudelbildungen waren zu beobachten. Eine unrühmliche Rolle spielte dabei wieder einmal Herr Kammlott, der den Begriff Sportsmann wahrscheinlich noch nie gehört hatte. Nicht verwunderlich, wenn man seinen Werdegang verfolgt. Die Österreicher lassen grüßen. 



10 Minuten vor Ende machte Vince dann doch noch den Ausgleich. Ob verdient oder nicht der Ausgleich war im Kampf gegen die Osnasen extrem wichtig. Und die Heimserie hält noch. 


Auf Grund der Standortsituation konnte die Heimstimmung nicht beurteilt werden, war wohl auf dem üblichen Niveau. Erfurt wie angesprochen heute richtig gut, muss ich wohl meine Schublade, die ich für sie als "graue Maus der Ostklubs" geöffnet hatte, wieder aufziehen. Einen kurzen Eindruck gibt es auf unserer facebook-Seite.

Nur noch eins liebe Erfurter mit Schachtscheißer-Gesängen bekommt ihr uns nicht mehr. Vor letztem Sonntag hätte ich das auch nicht gedacht, aber ich hoffe das zwischen Erfurt und Aue nächste Saison nicht 2 Ligen Unterschied sind.