Freitag, 20. November 2015

07.11.2015 FV Bad Düben - SV Zwochau II 2-0

"Sachsenlotto" Kreisklasse West Nordsachsen (10.Liga) - 38 Zuschauer


Unsere Fahrt ging weiter von Krostitz in die Kurstadt Bad Düben. Am berühmten Heide-Spa vorbei, war der Sportplatz gut auszumachen, direkt an der Hauptstraße. Unser Auto wurde schnell abgeparkt und so konnte man sich die Partie der 10.Leistungsklasse zu Gemüte führen.

Bad Düben war bis 2012 noch in der Bezirksliga spielend, damals die 7.Liga, zog das Team im weiteren Verlauf zurück und versucht jetzt den Neustart und den Sprung in die Kreisliga. Mit der Kreisklasse handelt es sich um eine 8er Liga, wovon 6 Teams Zweitvertretungen sind.

1,50 Euro kostete der Zutritt auf die weitläufige Sportanlage, zum selben Preis gab es die obligatorische Bocki und den Gerstensaft. Bei der Wurst kam man nicht an Krostitz heran, beim Bier wurden die Bierstädter, auf Grund der Größe, deutlich deklassiert.

Zum Spiel lässt sich nur soviel sagen, dass das Niveau einen nicht vom Hocker riss, Bad Düben aber fussballerisch deutlich überlegen war. Zwochau hielt aber kämpferisch stark dagegen. Deren Passspiel ließ einiges an Verbesserungspotenzial aufblitzen.


Halbzeit eins endete torlos. Der obligatorische Ballkontakt war bereits gemacht und in der Halbzeit hielt man einen Plausch mit dem Schiedsrichterassistenten, der sich für sein Hobby vom 70. Geburtstag losgerissen hatte.




Der zweite Abschnitt plätscherte so dahin. Letztlich kam ein Angriff durch, der berechtigte Elfmeter wurde verwandelt. Hintenraus wurde es tatsächlich nochmal spannend. Zwochau spielte die beste Kombination der Partie schaffte es aber nicht diese zu veredeln. In der letzten Minute setzte Bad Düben nach einer Ecke für den Gegner noch einen Konter der den Endstand herstellte.


Dennoch ein verdienter Sieg der Hausherren, die sich weiter um den Aufstieg balgen. Während des Spiels machten wir noch einen weiteren Programmpunkt aus. Aber dazu später mehr...



Freitag, 13. November 2015

31.10.2015 Sg Dynamo Dresden - 1 Fc Magdeburg 3:2

Ein Spiel was einiges versprach, vieles  davon hielt, aber doch nicht perfekt war.

Der Tag begann wie so oft am Hauptbahnhof Leipzig, wo schon einige Maggis zu sehen waren, doch bis auf ein paar Pöbelein  gab es nichts weiter. Was wohl auch am wachsamen Staatsauge lag, welches sich bereits blicken lies. Die Zugfahrt verlief dann bis Dresden ruhig und auch vor dem Spiel blieb es weitesgehend ruhig, nur ein paar achtlose Gäste bekamen ihre Strafe und verloren etwas an Utensilien, was sich aber in Grenzen hielt.
Rein ins Stadion ging es heute recht zeitig, stand doch das mysteriöse Projekt X auf dem Plan. So wurde die Zeit bis zum Spiel mit quatschen und vorbereiten verbracht. Das Stadion füllte sich dann auch heute bis auf den letzten Platz und auch die Gäste trafen bis kurz vor Spielbeginn vollständig ein und markierten erstmal einen Dicken. Doch bis auf ein paar Unmutsbekundungen von beiden Seiten kam nichts weiter.
Dann kurz vor Spielbeginn sollte es endlich beginnen und das Projekt X wurde gelüftet. Über den ganzen Heimbereich, d.h. Gegengerade, Stehplätze (K-Block), Haupttribüne (inkl. VIP-Plätze) und Hintertortribüne wurde eine komplette zusammengenähte Blockfahne hochgezogen. Auf dieser stand eine Textpassage aus einem Dresdner-Fangesang: "Die Legende aus Elbflorenz der Verein mit den besten Fans". Auch die Magedburger verhielten sich ordentlich und störten die Choreo nicht. Zum Gesamtbild gibt es wohl nichts weiter zu sagen, war dieses doch recht imposant. Letzten Endes gab es denoch einige negative Stimmen aus fremden Fanlagern, welche aber wohl doch eher dem Neid entsprangen, selbst so eine Aktion nicht auf die Ketten zu bekommen.

Danach ging das Spiel auch los und nach einer kurzer Abtastphase nahm Dynamo das Spiel in die Hand. Die Magdeburger stellten sich tief rein und lauerten auf Konter. Belohnt wurde Dynamo dann nach einen langen Ball, welcher der Maggi-Verteidiger ungünstig mit der Hand mitnahm und es folgerichtig Elfmeter gab. Eilers! Schuss! TOOOOOOOOOOOOOR! Perverser Torjubel! 1:0 für die Guten. Danach Dynamo weiter am Drücker, jedoch hielt der 1. FCM auch gut dagegen. Dies zeigte sich dann auch beim 1:1, welches zwar nicht zu erwarten war, jedoch den Mut der Gäste belohnte. Nach einer Hereingabe konnten die dynamischen Abwehr nicht weit genug klären und ein Maggi nahm sich ein Herz und nagelte das Spielgerät volley in die Maschen. Nun natürlich auch ein perverser Gästejubel.
Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Pause.

In der zweiten Hälfte änderte sich nichts, Dynamo machte das Spiel und die Gäste verteidigten gut und clever. Doch Mitte der zweiten Hälfte schliefen sie einmal und ein Pass von Aosmann in die Schnittstelle erlief sich Testroet. Dieser umkurvte FCM Schlussmann Glinker und schob zum 2:1 ein. Erneut unvorstellbare Freude beim Heimpöbel und es sollte auch noch weiter gehen. Denn nach feiner Einzelleistung durch Eilers erfolgte noch das 3:1. Dieser setzte sich im 1 gegen 1 durch und dann schippte er den Ball ins lange Eck. Ob nun gewollt oder nicht, scheiß egal. 3:1 die Bördebauern waren am Abgrund, doch diese gaben nicht auf und versuchten mit ihren Mitteln das Spiel wieder offener zu gestalten. Kurz vor Schluss wurden sie für ihren Einsatz auch belohnt, als deren US-Amerikaner Malone zum 3:2 einnickte. Doch dieser Anschlusstreffer kam zu spät und so blieb es beim 3:2 Derbysieg.

Die Mannschaft und der Verein wurden nach Spielende dann noch ausgiebig gefeiert. Dies war den wohl anwesenden Gästeanhang wohl ein Dorn im Auge und so flogen noch ein paar Böller und Leuchtspuren in Richtung Heimanhang. Letzten Endes eine sinnlose Aktion, aber immerhin hat das alles  nochmal etwas Spaß gebracht.

Zur Stimmung kann man sagen, dass die Magdeburger einen sehr eigenen Stil haben. Nicht sehr dauerhaft in der Unterstützung, wenn aber dann doch meistens laut und so konnte man sie doch ab und an vernehmen. Auch wenn die Stimmhoheit beim Heimanhang lag, war dies doch ein passabler Auftritt der Gäste. Man muss wohl aber auch sagen, dass der anhaltinische Konkurrent aus Halle hier einen besseren Eindruck hinterließ.

Dann ging es via Pkw auf die Heimfahrt bei reichlich Bier und Aufstiegsträumen.


Fazit: Ein klasse Spiel vor ausverkauften Hause, was zwar vieles hielt, wo aber doch der letzte Funke fehlte...
















Donnerstag, 12. November 2015

07.11.2015 FSV Krostitz II - FSV Glesien 0-0

Nordsachsenliga (8.Liga) - Nebenplatz Kurt-Fuchs-Stadion - 34 Zuschauer 


Am Tag des Spiels CFC gegen Aue, dass man durch eigene Trägheit nicht in Angriff nehmen konnte, machte man sich in erprobter 3er Besetzung auf eine kleine Tour ins Leipziger Umland. Mehrere Alternativen standen zur Verfügung, allerdings blieb durch eine Verzögerung des Fahrers im Luftballonladen nur eine davon sinnvoll.

Unser erstes Ziel sollte die Bierstadt Krostitz sein. Im Duell der zweiten Vertretung der Gastgeber gegen die die Truppe aus Glesien, steckte einiges an Brisanz. Schließlich handelte es sich um ein Aufeinandertreffen in den hinteren Tabellenregionen.

Einige Minuten waren wir zu spät dran und hätten dann direkt im Auto das Spiel verfolgen können. Aber es zog uns natürlich direkt an den Spielfeldrand.  Leider fand das Spiel nur auf dem Nebenplatz des Stadions statt, sodass man die umzäunte Wiese durch ein besseres Gartentor betrat.

Nahe der Mittellinie fanden wir unseren Platz, der auch hier den obligatorischen Ballkontakte garantierte. Für 2 Euro konnten wir den Kick geniessen, es gab eine schicke Eintrittskarte und die eingehende Ermahnung, dass das mitgebrachte Bier verdeckt gehalten werden müsse, sonst sei der Schiedsrichter nicht erfreut.

Der Schiedrichter selbst sah aus wie ein Bond-Bösewicht aus den 80er Jahren. Grundsätzlich war seine Leistung aber in Ordnung.

Zur Halbzeit schnell einen Blick ins Kurt-Fuchs-Stadion geworfen. Sieht gut aus, hier muss nochmal der Hauptplatz besucht werden. Aus dem Vereinsheim wurde sich noch die obligatorische Bocki für 1,50 einverleibt und zusammen mit einheimischen Bier aus Fingerhüten wurde die zweite Hälfte verfolgt.




Krostitz hat vieles, was eine gute Amateurtruppe so unverwechselbar macht. Einen Kapitän als aggressiven Anführer, einen Spieler der ALLE Bälle mit der Hacke weiterleitete und auch sonst eine weit bessere Spielanlage. Leider war aber 5 Meter vor dem Strafraum Schluss. Der Glesiener Torhüter war in der zweiten Hälfte sehr oft am Ball holen und ließ auch gern die Sekunden von der Uhr ticken.

Eine Szene bleibt vom Spiel dann doch haften. Glesien mit einer der wenigen Befreiungsaktionen. Mit zwei Spielern geht es auf den Torwart zu. Querpass - der sichere Auswärtssieg - zu früh gefreut, der angepasste Stürmer hub den Ball über den Torwart, aber leider auch einige Meter über das Tor. Dass dann Abseits gewedelt wurde, spielt bei dieser Szene nur eine untergeordnete Rolle.



Glesien mit dem Punkt aber wohl zufrieden, so schlugen die Wechsler den Ball weg und Krostitz viel wie angesprochen einfach zu wenig ein. Letztlich ein 0-0 der besseren Sorte. Wir gingen wieder auf die Piste zur Kurstadt Bad Düben.

Freitag, 6. November 2015

30.10.2015 BSG Wismut Aue - SV Wehen-Wiesbaden 1-1


Woran merkst du, dass an deinem Tag etwas schief lief? Spätestens wenn dein letzter Rückzugsort, die billigste Leipziger Kneipe, von einer Kompanie Hipster besetzt ist. Spätestens dann weißt du es.

Aber von vorn. An diesem Tag ging es mal wieder mit dem Zug nach Aue. Völlig unproblematisch verlief die Anreise und schon stand man im weiten Rund. Am Ende stand ein 1-1 auf der Tafel, zwischen diesen beiden Momenten lagen aber die wohl längsten 90 Minuten meines Fussballlebens.

Vor einer sehr trägen erzgebirgischen Kulisse war das auch das maximale was Aue rausholen konnte. Zu den vorausgegangenen Leistungen war das für meine Begriffe nochmal eine Steigerung in negativer Hinsicht. Einzig die letzten 10 Minuten konnten überzeugen. Ein Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben, bis heute habe ich dafür keine eindeutige Aufklärung erhalten und bin auch zu faul zum Nachsehen. Schließlich brachte Stief Breitkreutz das Leder doch noch über die Linie zur Punkteteilung.

Highlights abseits des Spiels waen sicher die Erkenntnis, dass es auf der Pressetribüne am gemütlichsten ist und dass der Glühwein in Aue auch diese Saison wieder mehr auf der Jacke denn im Mund landet. Klingt belanglos, gegenüber dem Gebotenen auf dem Rasen hat das aber wenigstens einen neuen Erkenntniswert.



Von Block O/P noch ein Spruchband gegen den neuen Wappenentwurf. "Das neue Wappen ist so Wismut Aue, wie" - "Tommy Stipic" oder "neongrüne Streifen am Trikot". Leider nicht so gut auf Kamera gebannt. Die neue Ausrüstung kommt näher.



Aus Bequemlichkeitsgründen blieb der Gästeblock einfach mal zu. 9 Wiesbadenser verlustierten sich im Heimbereich. Na immerhin.

Nun aber zur verkorsten Rückfahrt. Die Erzgebirgsbahn schon im Wochenendmodus tuckerte gemütlich über die Gleise. Leider wurde dadurch der Anschluss in KMS versäumt. Was machst du nun? Wir entschieden uns über Döbeln zu fahren, in der Hoffnung wenigstens näher am Ziel zu sein. Hat auch geklappt.

Nur, Döbeln scheint bei Dunkelheitseinbruch tot zu sein. Kein Mensch, kein Auto. Nichts. Die modernen Kommunikationsendgeräte brachten an diesem Tag immerhin einen Mehrwert. Also alle Taxiunternehmen einmal durch. 5 schon im Feierabend, einer bereits ausgebucht.

Nächste Idee: Ins Stadtzentrum, vielleicht geht da was. Ein Gasthaus wurde geentert und bei lecker Guiness brachte der Kneipier tatsächlich einen Fahrer für die weite Strecke an. Fix noch ausgeschlürft und schon begegnete man dem unfreundlichsten Taxifahrer Deutschlands. Selten erlebt, Preisverhandlungen waren stark beschnitten, Gesprächsführung war nicht möglich. Wenigstens sein Ziel hatte er gefunden.

In einer explosiven Mischung aus Hipstern, betrunkenen Jungtrinkern und nörgelnden Alttrinkern, garniert mit einer resoluten Barfrau und speilsüchtigen Dachdeckern ging die Nacht noch halbwegs akzeptabel zu Ende.

Fazit: Die Fahrt konnte man sich sparen, aber die Erlebnisse bleiben im Kopf.