Mittwoch, 19. Juni 2013

15.06.2013 VfB Gräfenhainichen II - SV Grün-Weiß Linda 0-2

Kreisliga Wittenberg (10. Liga) - Sportforum Gräfenhainichen - Anstoss 12.30 Uhr - 13 Zuschauer

Letzter Spieltag der Kreisliga Wittenberg. Dieser wurde auf Grund der Hochwassersituation um eine Woche nach hinten verschoben. Für Linda ging es noch um den Aufstieg, allerdings musste man auf Unterstützung von der SG Dabrun/Rackith hoffen. Der Unterschied vor dem Spieltag betrug 11 Tore. Linda hat natürlich den Anspruch nach dem letztjährigen Abstieg den Wiederaufstieg zu erreichen, allerdings ist die Ausgangssituation denkbar ungünstig.


 Unsere 3er Gruppe machte heute auch nicht den besten Eindruck: der Papparazzi schlafen, der Hobbytrainer am dirigieren der Heimmannschaft, da blieb diesmal nur ich zur Knipserei über. Das Geschehen auf dem Platz passte sich der Liga an. Bei besten Wetter wirkte Gräfenhainichen wie frisch aus der Disco, bei Linda waren einige ältere Semester dabei, die gar nicht hohes Tempo gehen konnten.

So lief die Hälfte 1 zwischen den Strafräumen ab, Torchancen NULL. Die 2.Halbzeit sah den Gastgeber zunächst aktiver, inklusive Pfostenschuss. Insgesamt war Linda aber cleverer und so machten sie lupenrein das 0-1. Der Endstand wurde durch einen berechtigten Elfmeter erwirkt.

Nach dem Spiel gab es noch eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Hobbytrainer und 6(!) Spielern der Hausherren. Letztlich ist nichts passiert. War wohl auch besser so.

Die Sportstädte wusste zu gefallen: Komplett mit Geländer umrundet und auf der einen Seite ein kleiner Ausbau mit Sprecherturm. Allerdings scheint dies nur Platz 2 zu sein. Platz 1 verfügt über eine komplette Tribüne auf der einen Seite, welche schick anzusehen ist.


Tribüne von "Platz 1"



Auch die Eingangspforte wusste mit den 2 gekreuzten Hämmern zu überzeugen. In der Region ist der Kohlebergbau natürlich auch groß gewesen. Unmittelbar in der Nähe liegt das bekannte Museum Ferropolis.


Das erste Testspiel der BSG Wismut wird am 05.07. in Meuselwitz besucht. Mal sehen. welche Sportplätze bis dahin noch zum Opfer fallen.






Dienstag, 11. Juni 2013

28.05.2013 Sg Dynamo Dresden - Vfl Osnabrück 2:0



Alles oder Nichts? Tod oder Leben? 2. Liga oder 3.Liga? Das waren die Fragen die sich heute stellten. Es war angerichtet, nach der 1:0 Hinspielniedelage in Osnabrück, zählte heute nur ein Sieg. Auch für die Spieler ging es um einiges, stünden doch viele nach einem Abstieg auf der Straße, jedenfalls diejenigen welche am nächsten Tag noch das Tageslicht erlebt hätten.


Aber nun zum Spieltag, Anreise mit 4er PKW-Besatzung ab Leipzig und wie immer in Stadion nähe ab geparkt. Zeitnah wurde das Stadion betreten, man merkte gleich das eine gewisse Anspannung in der Luft lag und so verbrachte man angespannt die Zeit bis zum Anpfiff.
Die Osnabrücker bekamen nur ein minimal Kontingent an Karten und so durften sie lediglich den Stehplatzbereich füllen (unsere Vereinsführung sollte diese Kartenvergabekriterien nochmal überdenken und sich an die 10% Regelung halten!). Dieser war aber gut gefüllt, unser Verein ließ es sich aber auch nicht nehmen und erinnerte nochmal die Osnabrücker via Videoanzeigetafel an die Niederlage in der Relegation von vor 2 Jahren.

Dann wurde angepfiffen und die ganze Anspannung entlud sich bei den Fans auf den Rängen, so laut und in einer so breiten Masse wurde die Mannschaft wohl nicht mal in der Aufstiegssaison nach vorne gepeitscht. Und die Mannschaft steckte sich an und spielte mutig und mit Risiko nach vorne. Schon nach 7 Minuten die erste große Chance durch Trojan, welcher leider verzog. Doch weder Mannschaft noch Fans gaben nach, immer wieder neue Anfeuerungsrufe und neue Angriffsläufe der Schwarz-Gelben Sachsenkrieger. Von den Osnasen war nichts zu hören und auch auf dem Feld schienen sie alle einen dicken Bolzen in der Hose gehabt zu haben.
Mitte der ersten Halbzeit erlöste man die Fans aus Dresden endlich, denn Fielo zog außerhalb des 16ers ab und dieser Schuss schlug unhaltbar im Osnasen-Gehäue ein. Was nun folgte war ein perverse Torjubel und man fand sich bequem ein paar Reihen weiter unten wieder ein. Die Stimmung nun weiterhin angespannt, denn nun war alles wieder offen. Doch nur ein Tor von den Osnasen und wir hätten wieder 2 Buden (=Tore)  machen müssen. Und dies wäre nach einer Ecke kurz vor der Pause auch fast geschehen, doch Trojan köpfte den Ball noch vor der Torlinie wieder raus. 

Halbzeit! Luft holen!

Die zweite Halbzeit schloss sich nahtlos an die Erste ran, obwohl Osnabrück jetzt etwas mehr versuchte mit zu spielen. Unser noch Trainer (es gehen (noch) unbestätigte Gerüchte rum, dass er trotz gültigen Vertrag gehen muss) bewies diesmal ein glückliches Händchen und wechselte Kempe für Müller ein. Dieser Wechsel sollte belohnt werden und so setzte sich Kempe kurz nach seiner Einwechslung auf der rechten Seite durch und legte quer auf Ouali, welcher den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Jubel, Trubel, Heiterkeit! Jetzt wären wir weiterhin drin in Liga 2. Nun mussten die Osnasen kommen, welche auch versuchten ihre Angriffsbemühungen zu verstärken. Dynamo nun immer wieder mit Konterchancen, welche mitunter aber fahrlässig liegen gelassen wurden. So wurde bis zum Schluss gezittert, da die Goldfüße diese Saison ja schon oft genug gezeigt haben, dass zu 0 gewinnen nicht gerade ihre Stärke ist.
Doch dann erlöste uns der Abpfiff (dieser wurde mit etwas Pyro gefeiert) und die Freude kannte keine Grenzen mehr. Die Mannschaft wurde nun doch noch etwas gefeiert und Fielo bedankte sich im Namen der Mannschaft, bei uns ihrem 12. Mann.

Fazit:
Das Nachsitzen hat sich gelohnt, ein weiteres Jahr 2. Liga. Nun also doch Düsseldorf, Karlsruhe, Köln und St.Pauli statt Heidenheim, Haching und Burghausen.

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News-Update:
-        -  Gerüchte gingen bereits vor dem Anpfiff des Relegationsrückspieles rum, dass Peter Pacult (Vertrag hat sich nach Klassenerhalt um ein Jahr verlängert) egal was passiert, nach dieser Saison nicht weiter Trainer der Sg Dynamo  Dresden ist -- diese Gerüchte bestätigten sich jetzt im Nachhinein (leider?!) nicht und so darf P.P. ein weiteres Jahr in Dresden sein Glück versuchen
-       -   MSV Duisburg erhält für die nächstes 2.Liga Saison keine Lizenz und hat nun nur noch die Möglichkeit durch das Schiedsgericht die Möglichkeit den Zwangsabstieg zu verhindern. Dadurch heißt es nun auch nächstes Jahr „Alle nach Sandhausen“, welche dadurch nun wahrscheinlich doch in der Liga bleiben
-     -  Dynamo hat schon mehrere Neuzugänge (zu diesem Zeitpunkt ja fast schon eine Unzahl) verpflichtet, darunter unter anderem Christoph Menz von Union Berlin, sowie Soufian Benyamina von den Stuttgart Amateure
       - zwei weitere Traditionsvereine hat das finanzielle Aus getroffen, so medelte der Wuppertaler SV Insolvenz an und auch die Kickers aus Offenbach traf der Schlag, so wurde Seitens des DFB die Lizenz verweigert und anders als der MSV Duisburg wird nicht vor das Schiedsgericht des DFB gegangen und man geht somit mindestens eine Liga tiefer (Insolvenz wurde ebenfalls angemeldet)
      - profitieren durch den Abstieg des OFC tun nun die Lilien aus Darmstadt, welche sich auf ein weiteres Jahr 3.Liga freuen dürfen
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Das nächste Spiel wird am 06.07.13 sein, zwischen Sg Dynamo Dresden und Ajax Amsterdam sein, welches besucht wird. Bis dahin werden sicherlich einige Randsportarten besucht.

Freitag, 24. Mai 2013

19.05.2013 SV Sandhausen - BSG Wismut Aue 0-1





2. Bundesliga- 34.Spieltag - 5250 zahlende Betrachter (2500 Erzgebirger) - Saisonabschlussfahrt Spiel 3

Der Tag begann farbenfroh, der Papparazzi hatte noch etwas Pyrotechnik in seinem Arsenal und so wurde unser Startörtchen noch zünftig eingenebelt. Die Nervosität war schon extrem groß, ging es heute schließlich um alles. Mit einem Sieg der Herren aus Elbatlantis war zu rechnen, was auch eintrat. Die Fahrt nach Sandhausen verlief ereignislos, außer einiger Lautrer/St.Pauli-Fans im Zug, aber die verhielten sich auch gesellschaftskonform.

Sandhausen ist ein verschlafenes Nest, die wenigen Gestalten die man auf den Straßen erblickt haben es aber in sich. Ein Student aus Coburg verlangte von uns Gesellschaft, damit er uns den Weg zum Stadion schildert. Schon irgendwie seltsam, aber wer wünscht sich nicht ein paar Sachsen neben sich. Dann wollte uns ein anatolischer Glückspieler noch überzeugen, dass wir alles auf Sandhausen setzen sollen. Als wir das Gegenteil als gegeben betrachteten wurde er ausfällig. Weiterhin teilte der Dorfsheriffs uns seine Ängste mit: " Aue wird ja eh randalieren, entweder aus Freude über den Sieg oder aus Frust!" Wenn er meint. Auf dem Weg zum Stadion probierte ich noch die türkische Sprite, Uludag, da bekommst du so einen Zuckerschock du bist sofort zu Höchstleistungen fähig.

Am Stadion angekommen, wollten wir noch die uns empfohlene Waldgaststätte aufsuchen. Der wies uns darauf hin, dass es eine immense Abkürzung wäre durch das von ihm angesagte Tor zu gehen. Also wurde der Security-Typ mit allerlei Honig um den Mund versehen, da er "schon von weiten wie ein ganz netter Mensch aussieht", öffnete er strahlend das Tor. Zu unserer Verblüffung standen wir Höhe der Mittellinie im Innenraum. Die bösen Ostdeutschen hatten sich mal wieder den Weg in die Gefahrenzone gebahnt. Um dort wieder zu entfliehen, wollte der nächste Sicherheitsexperte unsere Ausweise sehen. Das habe ich noch nie verstanden, warum man einen Ausweis vorzeigen muss, wenn man einen Ort verlässt. Da wir ja "potenzielle Sicherheitsrisiken" (mein O-Ton) sind, hat der gute Mann ein Einsehen und ließ uns den Innenraum verlassen. Der Blick seines Chefs vor dem Tor war unbezahlbar. Der dachte wohl hier fährt die Queen Mary aus seinem Stadion raus.

Der Gasthof wurde flink erreicht, er entpuppte sich als hellenisches Restaurant. Das machts noch besser, griechisch Essen gehört zum Auswärtsfahren dazu. Dabei wurden noch einige Worte mit bekannten Gesichtern gewechselt. Keiner hatte gute Vorahnung. Nach schnellem Konsum einer Metaxa-Pfanne + Ouzo wurde das Stadion geentert. Der Lieblings-Papparazzi blieb beim flüssigen, ich weiß gar nicht ob er an diesem Wochenende was gegessen hat.

Dort bot sich ein toller Anblick 2500 Schachter zum entscheidenden Spiel der Saison. Wenn man so was sieht, frage ich mich, warum geht das nicht immer. Sonst steht man mit 200 Leuten in Paderborn oder Lautern und macht sich zum Hampelmann. Diese Eventisierung, übrigens in allen Bereichen des täglichen Lebens, werde ich nie verstehen.
Zum Intro gab es eine Überziehfahne dekoriert mit allerhand Rauch. Das machte schonmal Lust auf mehr. Das Spiel selbst lebte von Hoffen und Bangen. Aue war überlegen, konnte die Situation nicht ausnutzen. Die erhitzten Gemüter mussten einige Male mit Bier (ich glaube es war Leichtbier) abgekühlt werden. Für Überhitzung sorgten noch einige Spinner, die mit Dynamo-Fahnen für Spannung sorgen wollten.

In der 80. Minute dann die Erlösung: der eigentlich verletzte Hochscheidt würgte den Ball ins Tor. Wie genau konnte ich nicht erspähen, die TV-Bilder verrieten jedenfalls Kurioses. Die lila-weißen Gäste nun komplett am freidrehen. Als der Unparteiische abpfiff, war die Erleichterung riesengroß. Das ganze Stadion lag sich in den Armen. Auch die Mannschaft ließ sich nicht lumpen und feierte vor dem Gästeblock. Einige der temperamentvollen Gäste wuchteten sich über den Zaun, wurden aber von den martialisch aufmarschierenden Staatsbediensteten zurückgedrängt. Der kleine Papparazzi hatte noch einen Disput mit den schwarzen Individuen. Dies hinderte ihn allerdings nicht daran ein zweiten Mal über den Zaun gedrückt zu werden (Zum Glück sind die Knöchel nicht so schwer.). Nachdem man sich von der Bande verabschiedet hatte ging es zurück zum Bahnhof.

Den ersten Zwischenstopp machte man als diffamierende Rufe in Richtung Gäste ausgemacht wurde. Da diese im Wald allerdings nicht lokalisiert werden konnten, zog man weiter. Nochmal anhalten musste man als ein Sandhäuser mit Zaunfahne die Straße entlang schlenderte. Da man allerdings so abartig gute Laune hatte und auch nicht wusste wie man dann schnell aus Sandhausen wegkommt, beließ man es bei der freundlichen Bitte die Zaunfahne den Touristen aus dem Osten auszuhändigen. Das folgende NEIN wurde akzeptiert und man machte noch Halt beim Uludag-Händler des Vertrauens.

Nach einem Wollenbruch erreichte man zeitig die Heimat. Und schlief den Schlaf der Gerechten. Noch eine Anekdote von der Zugrückfahrt am Pfingstmontag: Es gab die Lautsprecher Durchsage: "Der Zug wird wegen polizeilicher Ermittlungen in Leipzig-Leutzsch umgeleitet". Jeder normale Mensch wird denken, dass hoffentlich nichts Schlimmer passiert ist. Ich hingegen frage mich, hat Chemie heute gespielt? Eigentlich war ich froh, dass die Saison vorbei ist. Aber in diesem Moment war es wieder da: DAS FUSSBALLFIEBER!

Jetzt erstmal Füße hoch den Sommer genießen, im Juli geht es weiter. Ich hoffe, dass wir einige Fussballersatzstoffe finden, um die Zeit zu überbrücken. Vielleicht auch mal ein Bericht über das Spielniveau der Damen-EM. Bis dahin erstmal viel Glück in der Relegation für Osnabrück und Lotte!

Donnerstag, 23. Mai 2013

18.05.2013 SV Wiesbaden 1899 - VfB Unterliederbach 7-1

Helmut-Schön-Sportpark - Verbandsliga Hessen Mitte - 780 Zuseher - Saisonabschlussfahrt Spiel 2

Schlusspunkt des Tages: Nach einem weiteren 40 Minuten Marsch zum Ausgangspunkt, der Helmut-Schön-Sportpark befindet sich neben der Schwimmhalle alias Brita-Arena, erreichten mein Lieblings-Papparazzi und ich das Finale der Wiesbadener Fussballtour. Der Papparazzi war niedergeschlagen auf Grund der Abstiege von Fortuna und seinem Exil-Verein Darmstadt 98. Meine Laune war nicht die beste, da ich in Wiesbaden die unfreundlichste Thaiessen-Verkäuferin der Welt traf, von wegen immer lächeln.

Beim SV Wiesbaden wollten wir nun den Aufstieg mitfeiern und ein schönes, altes Stadion begutachten. Der Papparazzi macht erstmal eine Pause, ich hingegen testete Bier und Wurst leider muss ich sagen, dass das ernüchternd war. Bitburger aus der Flasche 2,50 und Bratwurst oder zumindest das hessische Substitut für den gleichen Preis. Man kann ja nicht alles Können.

Der Sportpark jedenfalls weiß zu gefallen, alte, langsam zuwachsende Traversen mit herrlichen Wellenbrechern. Eine schöne Tribüne, vor nicht allzu langer Zeit renoviert und die Laufbahn drumrum, mit stilechten Wassergraben, tun ihr übriges, dass man schnell in der Vergangenheit schwelgt. Bei mir kam schon ein wenig Wehmut auf, das ich solche Stadien nur selten gesehen habe und nun mit Einheitsbauten wie Paderborn, Ingolstadt oder Duisburg Vorlieb nehmen muss.

Das Spiel selbst begann rasant, nach wenigen Minuten stand es 1-1. Jedoch war Unterliederbach, ich glaube die waren um die Jahrtausendwende auch schonmal in der Oberliga, klar unterlegen. Der SV Wiesbaden (der Echte) dominierte spätestens nach der 2-1-Führung. In der 2.Hälfte glich das Ganze einer Vorführung., alle Stadioninsassen und -insteher fieberten den Schlusspfiff entgegen, um den Aufstieg zu feiern.

Das Publikum selbst schon sehr kultig. Durch den Standpunkt auf der überdachten Tribüne wurde auch mit 10 Menschen/-innen, um mal der ausschweifenden Gleichberechtigungswelle Buße zu tun, eine ordentliche Lautstärke erreicht. Die Gesänge "der Bagaaasch" richteten sich meist gegen die Ortskontrahenten aus dem benachbarten Hallenbad. Die Hallenbadenser waren auch mit 8-10 zugegen, zumeist von der Sektion Tannenbaum, man konnte an den Armen auch HFC-Schals erspähen.

Kurz vor Abpfiff wurde das Sportfeld mit der noch laufenden Gala des SVW dann verlassen, der Zug wartete. Dank der DB wurde nichts draus und so machte man es sich mit einem grünen Kultgetränk noch auf dem Bahnhofsvorplatz gemütlich. Einige Eintracht-Fans konnte man beobachten, welche den Europacupeinzug feierten. Da können sie sich ja schonmal ein neues Lied zusammentexten.

Übrigens lernte ich an diesem Tag auch, dass RB Schuhe verkauft und das der Konsum der Schlabberbrause einfach mal dazugehört. Ich werde mich allerdings weiterhin mit ROX Energy begnügen, wenn ich so einen Mist schonmal trinken muss. Mein Motto: Milch macht müde Männer munter.

Fazit des Tages: Schönes Wetter, lustige Gespräche, lange Fussmärsche - also alles wie immer. Wiesbaden eignet sich hervorragend zu solchen Tagesbesuchen. Kulinarisch ist für meinen Geschmack nichts geboten und auch die Menschen wirken irgendwie eingeschüchtert, als würde der Eiserne Kanzler hinter ihnen stehen. Der Tag eignete sich zumindest wunderbar die Anspannung für den folgenden Tag zu verdrängen.

18.05.2013 DJK SC Schwarz-Weiß Wiesbaden - JSG Igstadt/Kloppenheim 1-1

Sportplatz Rheinhöhe (Zuseher ca. 20) - B-Junioren Kreisliga Wiesbaden - Saisonabschlussfahrt Spiel 1b

Nach einem 40-minütigen Fußmarsch durch die schöneren Teile der hessischen Aushängestadt erreichten wir kurz nach Anpfiff das Zwischenprogramm des Tages.

Der Sportplatz liegt recht idyllisch  von weiteren Sportplätzen und zahlreichen Vereinsheimen umgeben. Gespielt wurde auf Kunstrasen, welcher mit zahlreichen Sandaufschüttungen spieltauglich gemacht wurde.
Das Spielfeld war auf der einen Seite von einigen Steinstufen umgeben sowie von Bänken gesäumt. Da Kollege Papparazzi etwas Schlaf unter den dazu einladenden Bäumen nachzuholen hatte, übernahm ich die Fotorunde um den Sportplatz. Für mich neu war, dass von den Teams je ein Linienrichter gestellt wurde. Der Winkbeuftragte der Gäste war allerdings mehr mit seinem schlauen Telefon als mit dem Spielgeschehen beschäftigt.

Sonderlich ansehnlich war das Spiel ohnehin nicht. Beide Teams waren redlich bemüht, übrigens das Duell 12. gg. 16. dieser Liga, aber so richtig kam nichts bei rum. Zur Pausenunterbrechnung stand es 0-1. Die Gäste waren dann doch einen Tick besser.

In der Pause zog es uns, der Papparazzi hatte ausgeschlafen, ins Vereinsheim Blau-Gelb Wiesbaden. Dort führte man sich einige Hopfenkaltschalen und den 34. Bundesliga zu Gemüte. Mit den Gästen und dem Wirt kam man gut ins Gespräch, nur wurde nicht für voll genommen, wer wir eigentlich sind und was wir auf einem abgelegenen Wiesbadener Sportplatz so treiben. Die Konferenz auf Leinwand verbesserte die Laune allerdings nicht. F95 direkt in Liga 2, wenigstens fällt dann in der nächsten Saison die Altstadt in unsere Hände, und das Spiel BVB gegen die TSG Hoffenheim war mehr als übel. Dortmund lag vorn, da bekommen die blauen Gegner 2 Elfer, hmmm...kann man Pfeifen, aber als Dortmund wieder ausgleichen will wirds wild. Der Linienrichter hebt keine Fahne und dennoch wird das Tor annuliert. Es wird Freistoß blau gepfiifen, das war sehr kurios und hatte einen faden Beigeschmack. Ich ertappe mich dabei Lautern in der Relegation einen Sieg zu wünschen, obwohl das bei diesem Rivalen keine Überraschung ist.

Nach diesem Schockerlebnis wieder raus zum Jugendschlager. In der Sonne noch etwas rumgegammelt. In der letzten Minute dann der 1-1-Ausgleich per Elfer, die Entscheidung fraglich, aber naja. Wir nahmen Abschied vom sympathischen kleinen Sportplatz und zogen weiter Richtung Abendspiel.

Mittwoch, 22. Mai 2013

18.05.2013 SV Wehen-Wiesbaden-Karlsruher SC 2-4

3.Liga - Saisonabschlussfahrt Spiel 1



Auftakt zum letzten Wochenende vor der fussballfreien Zeit. Ziel sollte zunächst Wiesbaden sein die wunderbare Hauptstadt Hessens, die durch ihre charmante 70ger Jahre Architektur freundlich grüßt. Also hieß es wieder mal zeitig aus den Federn, genauer 2.30 Uhr. Naja...nicht weiter schlimm, wenn man im Zug schlafen könnte. Als erstes wird man an so einem Samstagvormittag direkt wieder von einem sympathischen Menschen bereichert, der lauthals zu denken gibt, dass das frühere ostdeutsche Sozialsystem gar nicht so schlecht war, wie uns mache Personen heute wissen machen.

Die Fahrt lief, bewaffnet mit einem Hippstergetränk auf Mate-Basis, recht entspannt ab. Der BFU sei Dank. Leider trifft man bei ICE-Fahrten nie solche Unikate, wie auf RB-Reisen. Natürlich mit Verspätung WI erreicht. Nun ging es mit dem Douglas-Mobil zum schmackhaften Frühstück. Gastgeber waren mein wochenendlicher Reisepartner, Steven Trip alias der Papparazzi aka Megaknöchel, und seine Lebensgefährtin. Vielen Dank!


Nach dem der Bauch voll war, machten wir uns auf dem Weg. Per Bus zum Bahnhof. Nochmals der Lob an die Baumeister Wiesbadens, ich merke gerade das WI mich an Bochum erinnert, komisch. Unsere zwischenzeitlichen Einkäufe wurden in einem Schließfach abgelegt. Allerdings war erst das 4. funktionsfähig.  Am Bahnhof konnte man auch den ersten Eindruck erlangen, wie ostdeutsch-sprechende im Fussballumfeld wirken. Jedenfalls machte sich ein Duisburger Hopper ( Ich hoffe nicht der Reisegenosse) direkt wieder aus dem Staub.

Der Marsch zum ging recht schnell. Die Farben blau und weiß dominierten. Insgesamt stellte der KSC etwa die Hälfte der Zuseher. Der Eintritt ins Stadion war recht schwierig, da unsere geplanten Karten im KSC Sektor waren. Erst nach einem, freundlicherweise angebotenen, Kartenumtausch wurde dann der Block geentert. Unsere nette und zuvorkommende Art sicherte uns Plätze direkt am Spielertunnel, Höhe der Mittellinie. Außerdem wurde noch für kurze Zeit ein anderer Block geentert, um die Karlsruher mal näher im Augenschein zu nehmen.

Im Spiel war der KSC überlegen führte recht schnell deutlich. Erst am Ende kam WW noch auf 2-4 heran. Die Wehener waren bei ihren beiden Treffern auch das einzige Mal zu hören. Die KSCler mit einem soliden Auftritt. Ab und an mal brachial, allerdings habe ich mit mehr erwartet. Besonders einen Platzsturm nach dem Spiel, da auch nicht die große Masse an Staatsmacht da war. Ein guter Auftakt ins Wochenende war es in jedem Falle. Mit Abpfiif gab es noch eine kleine Pyroeinlage, die Genosse Papparazzi abgelichtet hat.Einige der Gäste haben sicher die Anreise genutzt, um etwas vorzufeiern, jedenfalls waren die Wiesen vor Spielbeginn mit Leuten belegt, die wohl gepflegten Mittagsschlaf halten.

Der Papparazzi war noch damit beschäftigt den Kollegen Niersbach bei der Pokalübergabe zu huldigen, um einen schöneren Schuss zu ergattern. Diese Konfettikanonen bei diesen Zeremonien nerven mich übrigens (das gilt auch für Konzerte). Und dann ging es auch schon zum Überbrückungsspiel vor dem Abendhighlight.

Noch 2 wichtige Punkte: Das Stadion sieht aus wie eine Schwimmhalle. Und die Essensversorgung indiskutabel. Ein Bier dauert mehr als 30 Minuten (geschmacklich unterer Durchschnitt), immerhin kann man beim Pfandabgabeprozedere ein paar Euro Entschädigung erlangen, weil die Imbissmenschen noch viel mehr als unorganisiert waren.




19.05.2013 Sg Dynamo Dresden - SSV Jahn Regensburg 3:1

Was soll man nach so einem Spieltag nur sagen, alles scheiße. Dynamo gewinnt 3:1, doch Aue leider auch 1:0 in Sandhausen, aber wenn man über die gesamte Saison Punkte sinnlos liegen lässt, muss man sich am Ende nicht wundern.

Zum Spiel:
Dynamo von Anfang an bemüht und auch besser, doch wie schon die ganze Saison, keine Tore. So ging es torlos in die Pause. Danach schoss Regensburg dann auch mal auf das Tor und führte. Ach ja Pavel Fort verschoss in der ersten Halbzeit noch nen Elfer. Dynamo nach dem Rückstand dann noch offensiver und Fort traf 2x sowie 1x Fielo per Elfer. Benny hielt dann erneut noch nen Elfer.
Stimmung bei uns ganz gut, bis dann irgendwann durchsickerte das die Schachter 1:0 führten. Danach alle nur noch mit Blick nach Sandhausen, doch da sollte nix mehr passieren. Scheiße!
Regensburg mit ca. 100 Leuten vor Ort und der aktive Haufen war ständig in Bewegung und am Fahne schwenken, Lieder konnte man nicht vernehmen.

Fazit: Nachsitzen! Und welch ein Hohn? Es geht gegen die Osnasen...man kann nur hoffen.
Das Spiel in Osnabrück kann leider nicht vor Ort besucht werden, da die Arbeit es nicht hergibt.

PS: Bilder wurden endlich eingefügt - (Union - SGD, FSV -  SGD, Ürdingen - SW Essen, SGD - Cottbus, SGD -Paddelbirnen)

Dienstag, 14. Mai 2013

08.05.2013 SV Liebertwolkwitz 1858 - SV Lipsia 93 Eutritzsch 2-1

Bezirksliga Sachsen Nord (6.Liga) - 93 Zuschauer 

Mittwochabend vor Himmelfahrt mal eben geschaut was es für Möglichkeiten gibt. Also wurde das Internetz befragt und spuckte einige schöne Partien aus. Liebertwolkwitz war dabei das höchstklassige im Stadtgebiet. Über die Prager Str. (die war übrigens noch nicht rot) ging es in das Vorstädtchen. Dort habe ich mich allerdings aufs übelste Verfahren. Man hätte nur am Ortseingang rechts abbiegen müssen, naja wenn man sich auf die Beschreibung von Kollegen verlässt.


In Liebertwolkwitz findet man ein schickes kleines Sportgelände mit 2 Großfeldern. Umgeben von einer Laufbahn, findet man auf der einen Seite eine neue Schalensitztribüne. Auf der anderen einige Bänke. Das Publikum bestand heute hauptsächlich aus Pöbelrentnern, besonders eine Oma war sehr penetrant, und Vereinsangehörigen.

Verpflegung gab es für 2,50, sowohl für Bulette als auch Bier(0,50 € Pfand). Bulette mir Note 3, Bier eher 4. Dafür eine ziemliche leckere Fassbrause als Alternative.

Wolks steht in der Tabelle mit oben dran und Eutritzsch kämpft noch um den Klassenverbleib. Bekannteste Spieler waren 2 vom Gastgeber: Boris Jovanovic, der bestimmt bald halb Sachsen durch hat (vereinstechnisch zumindest), sowie Andreas Lobsch, ehemals im ersten Team von Wismut Aue.

Das Spiel war nicht gerade ein Höhepunkt aber immer spannend. Wolks ging in Führung, welche durch die hart spielenden Gäste ausgeglichen werden konnte. Für den entscheidenden Treffer sorgte dann der Lobscher. Liebertwolkwitz siegte also 2-1. Am Ende machten die Gäste mächtig Druck, Lipsia bekam auch noch eine rote Karte, wegen Unsportlichkeit. Aus meiner Sicht eine zu harte Entscheidung. Boris Jovanovic sicherte in der Schlussphase den Sieg durch einige starke Paraden. Er spielte übrigens mit einer Schutzmaske die wie eine Mischung aus Petr Cech und Fernando Torres´ Schutzbandage aussah.

Wieder ein schöner Ausflug - die Konzentration gilt aber dem 2.Liga-Abstiegskampf.







Boris Jovanovic