Donnerstag, 11. Februar 2016

05.02.2016 VfR Aalen - BSG Wismut Aue 0-2

Aalen - was fiel mir bisher zu dieser Stadt auf der schwäbischen Alb ein? Nicht viel Positives! Meist wahren es Chaosfahrten, die uns hierhin führten. Schlagwörter die in meinem Kopf zu finden waren: Imbissroulette im Stadion, Maultaschenembargo und den Verzicht auf 3 Auswärtspunkte. An diesem Tag sollte alles anders werden...

Durch einen kulanten Arbeitgeber konnte doch noch die erste Auswährtsfahrt 2016 angetreten werden. Treffpunkt sollte Hof sein. Das letzte Mal als diese Variante gewählt wurde ging es 2010 nach Regensburg. Damals übrigens Aufstiegssaison.

Da man einige Minuten zu früh am Treffpunkt war, großer Pendlerverkehr war ja nur in die andere Richtung, fuhr man noch einige Kilometer durch die verschneite Region Oberfranken auf der Suche nach örtlicher Braukunst. Dies war allerdings die einzige Niederlage des heutigen Tages. Fehlanzeige. Da musste wieder das Dosenbier gebraut aus Windkraft herhalten.

Mit einer fragwürdigen Musikauswahl, wie in drei Teufels Namen haben die Ärzte mit diesem Zeug Platten verkauft, ging die wilde Fahrt Richtung Aalen. Ohne Beeinträchtigung kamen wir schließlich an, Maultaschen standen auf dem Plan. Nach kurzer Recherche entschlossen wir uns der Erzgrube einen Besuch abzustatten. Ein herausragende Wahl - gemütlich, gastlich und freundlich - die Maultaschen wussten mehr als zu überzeugen.

Das Bier zum Spiel wurde das Gebräu aus Wasseralfingen. Durch sein Wappen, dass die Hämmer und die Aalener Aale verbindet - ein Sinnbild der Partie. Darüber hinaus geschmacklich tiptop.

Nach der feinen Speisung erreichten wir pünktlich das Städtische Stadion zu Aalen. Bekannt durch horrende Eintrittspreise scheint man mitlerweile die Preisschraube etwas zurückgedreht zu haben. Die Einlassekontrollen alla Heidenheim und Aalen sind aber dennoch weiterhin nervig. Ein Zusammenhang mit der Zuschauerzahl von lediglich etwas mehr als 4000 Zahlenden besteht dabei nicht.

Das alljährliche Imbissroulette entfiel, keine Jetons konnten erworben werden, Stadionswurst und Bier für ostdeutsche Fangruppen konnte auf herkömmlichen Weg erworben werden. Geschmacklich allerdings bescheiden.


Zum Spiel: Aue im traditionellen giftgrün hatte die erste Hälfte sehr deutlich im Griff. Iron-Mike und Kollege Soukou leicht überraschend in der Startformation brachten keinen Qualitätsabfall, nur den Ball nicht über die Linie.

Die zweite Halbzeit wurde beginnlich etwas ausgeglichener, der für einen Freitag gut aufgelegte Gästeblock erstarrte als Ex-Rasenballbanksportler Morys den Pfosten erwischte. Oben schon erwähnter Soukou machte nach feinem Lupfer die verdiente Auswärtsführung perfekt. Der Autor hatte danach bereits ein zweites Tor des Winterneuzugangs bejubelt, die Flugbahn des Balles meinte es aber anders, lag wohl an der Erdkrümmung.


Nachdem unser Max noch einen sehenswerten Kopfball ans Aluminium brachte, stellte Stief Breitkreutz schließlich den Endstand von 0-2 her. Leider fehlt er im nächsten Spiel auf Grund einer Gelbsperre.

Dass jede Gelbe Karte und Ecke lautstark von irgendwelchen Elefanten oder lokalen Wirtschaftsgrößen präsentiert wurden, trübte diesesmal die Freude des Auswärtssieges nicht. Freudig ging es nach Hause, wo auch schon das verdiente Wasseralfinger wartete.


Nun gibt es erstmal etwas Wismut-Abstinenz, bis ich zu den Ostspielwochen mit Erfurt und Cottbus endlich wieder dabei bin.


Montag, 8. Februar 2016

07.02.2016 Hallescher FC - Sg Dynamo Dresden 0:0

Lok & Halle nur Kaputte? Leipzig, Halle Hurensöhne!
 
Die Anreise in einer der wohl hässlichsten Städte Deutschlands (nein Halle hat auch ein paar schöne Ecken, man muss nur etwas mehr suchen) erfolgte heute via Deutsche Bahn. Zu fünft wurde sich in der Leipziger Südvorstadt getroffen, ehe es via S-Bahn in Richtung Halle an der Saale ging. Auf der Fahrt wurden einige Produktkonsumenten gesichtet, welche heute gegen Braunschweig ranmussten, es blieb aber beim beäugen. Die Fahrt verlief dann auch kurzweilig bei ausgiebigen Gesprächen und Bier.

In Halle angekommen, ging es dann ohne große Verzögerung in Richtung Stadion. Der Gästesektor war wie immer gut gesichert, so dass ein erstürmen nur schwer möglich war. Wo sind da nur die guten alten Zeiten in Halle hin? Ein paar Rangelein gab es dann aber trotzdem und so hatte Team Green auch wieder einen großzügigen Finger am Pfeffersprayverteiler. Aber letzten Endes beruhigte sich alles recht schnell.

Der Gästeblock dann wieder gut voll, was wohl auch daran lag, dass wohl einige mit Heimkarten in den Gästebereich gelangten. Der Heimbereich hingegen, war nicht ganz ausverkauft und so waren heute „nur“ 11.500 Zuschauer im Stadion. Echt dünne liebe Hallenser!,
Nicht ganz so dünne war hingegen die Heimchoreo anlässlich des 50 Vereinsjubiläums. Diese bestand aus weiß-roten Fahnen, welche im kompletten Stadion verteilt waren, dazu eine Blockfahne mit HFC-Logo und abgerundet wurde alles mit einigen Bengalen. War sicherlich nicht innovativ (wir reden hier auch von Halle), jedoch durch den kontrollierten Einsatz der Pyro machte es doch etwas her.  Im Gästeblock gab es heute nur ein paar Schwenker und Doppelhalter, auf Pyro etc. wurde verzichtet.
Das Spiel gestaltete sich dann wie erwartet, Dynamo bestimmte das Geschehen und Halle versuchte zu kontern. So hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten, doch Dynamo mit den klareren Chancen, was aber egal ist, denn beide konnten diese nicht nutzen.  So ging es mit 0:0 in die Pause.
In Halbzeit 2 wollte Dynamo dann den Sieg kam aber nur selten in gute Situationen. Diese wurden dann mitunter kläglich liegen gelassen. Halle versuchte weiterhin über Konter zum Erfolg zu kommen, welche aber nicht gut gespielt wurden und somit scheiterten. Am Ende blieb es beim 0:0, was wohl für Halle ein Punktgewinn war, für die Gäste sich jedoch eher nach 2 verlorenen Punkten anfüllte.
Die Stimmung war heute im Gästeblock gut und somit auch konträr zu den letzten Heimspielen im RHS. Die Heimseite hingegen war heute nicht gut aufgelegt bzw. wirkte diese gehemmt. Ich weiß nicht genau woran das lag, doch bei den letzten Auftritten in Dresden konnten die Hallenser wesentlich mehr Eindruck schinden.

Nach dem Spiel verweilte dann ein Großteil der Gäste noch im Block und besang ihre Liebe zum Verein mit dem „Ich hatte einen Traum und dieser Traum war wundervoll, Europacup es war ein Auswärtsspiel in Amsterdam…“ Lied, welches noch unzählige Minuten nach dem Spiel durch das Stadion hallten. Die Mannschaft bekam dies auch mit und kam nochmal vom duschen nach draußen und feierten mit ihren Fans und holten sich nochmal Mut und Unterstützung für die restliche Rückrunde.
Die Rückfahrt und der Marsch zum Bahnhof verliefen dann ruhig. Ein paar Hallenser pöbelten zwar noch hinten einer fetten Bullenkette, dies konnte man jedoch nur Müde belächeln.


Fazit: Guter Auftritt leider ohne 3 Punkte.




  











Dienstag, 2. Februar 2016

31.01.2016 Eisbären Berlin - Straubing Tigers 2:1 (1:0 | 1:0 | 0:1) (DEL Eishockey)

Um das Wochenende wirklich Rund zu machen, hieß es am Sonntag auf nach Berlin. Genauer gesagt zu den Eisbären nach Berlin. Diese tragen ihre Heimspiele in der Mercedes Benz Arena (früher O2-World) aus, welche heute zu min. lt. Arenaansage ausverkauft war. Wir hatten heute Plätze im Oberrang hinter dem Tor und gegenüber von der Heimkurve. Neben uns standen auch die heutigen Gästefans, welche sich wohl so um die 25 bezifferten.
Zur Arena kann man schon sagen, dass es eher eine Eventhalle ist und man nicht denkt, dass dort drinne ein Eishockeyspiel stattfinden kann. Inkl. Rolltreppe und so weiter, wirkt es doch eher Sport untypisch.
Ansonsten ist das Publikum quer durch alle Schichten der Gesellschaft, die in der Fankurve wirken schon so, wie der übliche Fußballpöbel und unterstützten ihr Team heute bedingungslos. Auch die Gesänge kamen gut und auch die ein oder andere Klatscheinlage wusste zu gefallen und kannte ich so nicht. Hingegen tümmeln sich auf den restlichen Tribünen die Eventis, Schicki-Micki's, Einmalgänger, Familien und Suffniggs, welche je nach Laune das Spiel verfolgten. Einige wirkten schon recht fanatisch, wohingegen andere lieber auf ihren Smartphone rumtippelten. 
Auch noch ein Wort zum kulinarischen Angebot. Dieses bot u.a. Pommes, Schnitzelbrötchen, Chicken-Nuggets oder aber auch Nachos gab es im Angebot und wirkte so doch eher etwas Amerikanisch. Fehlte nur das Popcorn, aber das gab es sicherlich auch noch irgendwo. Preislich war das Essen aber in Ordnung, auch wenn es einen geschmacklich nicht die Schuhe auszog. Die Schuhe zogen sie einen hingegen bei den Getränkepreisen aus. 4,-€ für ein Bier finde ich dann im Osten doch schon recht sportlich und auch die alkoholfreien Getränke waren nicht billiger.

Nun aber zum Warm-up. Denn das Einlaufen der Mannschaft aus Berlin wurde mit ordentlich Tam-tam zelebriert. So wurde ein großer Eisbärenkopf aufgeblasen und über den Videowürfel wurde ein paar Videos eingespielt. Außerdem gab es reißerische Musik und nachdem auch noch ordentlich Pyro (gibt es dafür eigentlich auch Strafen?) in Form von Raketen und Knallern gezündet wurde, kamen die Eisbären auf's Eis. Begleitet wurde ihr Auflaufen durch laute "Dynamo! Dynamo!" Rufe der Heimkurve. Eben jene Heimkurve hatte auch eine Choreo vorbereitet, welche in Form von roten, silbernen und blauen Glitzerfolien dargestellt wurde. Davor stand auf einem Spruchband Fanatics. Worauf das genau abzielte, kann ich leider nicht sagen, aber wie schon gesagt, war mein Blick durch den Videowürfel etwas behindert. Aber noch ein Wort zur Heimkurve, denn diese hatte neben 3 großen Schwenkern, auch noch einige kleine Schwenker, sowie einige Doppelhalter. Aber vor allem die Beflaggung am Zaun wusste zu gefallen und so erkannte man auch öfter das berühmte Dynamo "D" in den Zaunfahnen. Insgesamt ein positiv obtisches Bild, was ich so in der Klasse und Form nicht wirklich beim Eishockey erwartet hätte. Leider hatten die Gäste nichts in der Form dabei, was dem Spiel noch einen besonderen Kick hätte geben können.

Jetzt aber endlich zum Spiel. Dieses hatten die Berliner von Anfang an im Griff und dominierten das Spiel, wenn beide Mannschaften sich in gleicher Mannstärke gegenüberstanden. Die Gäste aus Straubing kamen nur gefährlich vor das Tor, wenn die Berliner in Unterzahl agieren mussten. Da allerdings beide Teams bei diesem Spiel ein katastrophales Powerplay-Spiel aufwiesen, konnten beide daraus kein Kapital schlagen. Doch Tore konnten man trotzdem bestaunen und so gab es pro Drittel min. eine Bude. So erzielten die Berliner in den ersten beiden Dritteln jeweils ein Tor und hätten bei etwas mehr Schussglück auch das ein oder andere mehr erzielen können. Auch im dritten Drittel schien es lange so, als ob der Berliner Keeper ein Shutout (Spiel ohne Gegentor) verzeichnen könnte. Doch die Straubinger Gäste opferten ihren Goalie für einen sechsten Feldspieler und dieser Mut wurde durch den Anschlusstreffer belohnt. Dabei blieb es aber dann auch und am Ende blieb es bei einem sicherlich verdienten 2:1 für die Heimmannschaft. 
Die Halle leerte sich dann auch recht schnell und für uns ging es auf eine ruhige Heimfahrt.

Fazit: Ein toller Ausflug, welcher sicherlich wiederholt wird, wenn es mal wieder passen tut.




















Montag, 1. Februar 2016

30.01.2016 Sg Dynamo Dresden - Fsv Mainz 05 II 3:0

Heimspiel gegen Mainz II. Klingt alles andere als spannend und so war es halt auch. 
Die Anreise erfolgte diesmal für unschlagbare 14,25,-€ per ICE. Demnächst kann man das dann wohl nur mit 1. Klasse und im Anzug toppen, aber doch so übertreiben wollen wir es dann doch nicht.
Pünktlich angekommen, ging es rein ins Stadion, welches heute mit guten 24.000 Zuschauer gefüllt war. Darunter waren gezählte 8 Personen im Gästeblock. Demnach könnt ihr euch auch vorstellen, wie die Stimmung war. Von den Gästen nichts und auch der Heimblock hatte Höhen und Tiefen, was ich persönlich aber als völlig normal erachte. Die ersten Minuten waren auch wieder richtig gut, doch danach kamen ein paar Lieder laut und ein paar wurden einfach nur runter gesungen. Da heißt es wieder mehr rausholen und vielleicht das ein oder andere Lied weniger singen, dafür die anderen umso lauter. 

Die Goldfüße liefen hingegen richtig gut auf dem neuen Rasen (nach dem Wintergame im Eishockey wurde dieser ausgetauscht) und gingen nach ca. 20 Minuten durch einen Fallrückzieher von Paco Testroet sehenswert in Führung. Auch danach sorgte die Heimelf für ansehnlichen Fußball und drückte die Mainzer in ihre Hälfte. Dies wurde belohnt, denn Hartmann veredelte am langen Pfosten einen Kopfball von Modica zum 2:0. Damit war die Messe auch eigentlich schon gelesen und es ging in die Halbzeit.
In Hälfte zwei wollte es dann Modica von der Heimelf nochmal spannend machen und sein Rückpass verhungerte, so dass ein Mainzer dazwischen sprinten konnte. Der heute gut aufgelegte Blaswich hielt diese 100% Chance jedoch und Dynamo übernahm wieder die Kontrolle. Belohnen tat sich die Heimelf dann auch nochmal, denn einen gut vorgetragenen Angriff nickte Lumpi Lambertz zum 3:0 Endstand in die Maschen.

In meinen Augen wurde der Sieg aber etwas getrübt durch die Einwechslung von Ex-RB-Kicker Stefan Kutschke. Ich weiß andere haben damit kein Problem, doch in meinen Augen haben alle Spieler, welche eine Vergangheit bei diesem Konstrukt haben, ihr recht auf eine Anstellung bei einem ordentlichen Verein verbürgt. Doch die Toleranz ist nicht nur bei anderen Vereinen (Aue, Chemnitz, Halle, Erfurt, Magdeburg usw.) vorhanden, nein auch in Dresden haben viele kein Problem mit diesem Spieler. Als Grund werden Dinge, wie "er ist doch ein Dresdner-Junge" genannt, doch in meinen Augen reicht das nicht. Es bleibt spannend, ob er das Vertrauen, welches ihn auch von Teilen der Fanszene entgegen gebracht wird, zurückzahlen kann. Ich bleibe da "noch" skeptisch.


Fazit: Eine gute Mannschaftsleistung macht Lust auf die Rückrunde, wenn jetzt noch die Ränge wieder ordentlich mitziehen, wird es richtig Weltklasse...