Freitag, 19. Februar 2016

14.02.2016 Sg Dynamo Dresden - Sv Werder Bremen II 2:1

"Zum Valentinstag unterwegs mit der Liebe unseres Lebens - Wir lieben dich Dynamo!"


Zum heutigen Kracherspiel gegen die Amateure von Werder Bremen wurde mal wieder die Anreise per Zug bevorzugt. Pünktlichst in Dresden angekommen, wurde sich noch das eine oder andere Bier in den Hals gestellt und ein paar Mädels abgelichtet, ehe es ins geliebte Heimstadion ging.

Mir gleich taten es gute 24.000 Zuschauer, davon knappe 100 wohl aus Bremen, welche auch mit ein paar Zaunfahnen sich bemerkbar machten. 

Das Spiel gestaltete sich wie gewohnt in dieser Saison etwas eintönig. Dynamo dominierte und die Gäste lauerten auf Konter. Zu den Bremern muss man noch sagen, dass diese im neuen Jahr noch ohne Niederlage waren und das dadurch gewonnen Selbstbewusstsein merkte man ihnen auch an. Denn sie verteidigten meistens gut und wenn doch mal ein Dresdner durchkam, half halt noch das Glück. Mitte der ersten Hälfte verlor dann Dynamo den Ball in Angriffsspiel und der Bremer-Konter rollte auf das Dynamo Tor. Dynamos neuer Linksverteidiger Holthaus stellte sich dann im eigenen Strafraum etwas ungestüm an und legte den Bremer Angreifer. Es folgte der Elfer, welcher sicher im Tor von Blaswich untergebracht werden konnte. 1:0 für die Gäste. 

Im Sitzplatzbereich waren die ersten "Fans" dann schon unzufrieden und es folgte vereinzelte Pfiffe. Wie solche entstehen bei einem eigentlich überlegen geführten Spiel ist mir ein Rätsel. Der Fanblock übertönte zum Glück recht schnell diese Art von "Fans". 

Die Heimmannschaft ließ sich von den Rückstand aber nicht verunsichern und drückte weiter auf das Tor der Bremer. Folglich wurde dies auch belohnt und Marco Hartmann Fußballgott veredelte eine Ecke zum umjubelten 1:1. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeit.

In Hälfte Zwei hatte die Heimelf die Bremse dann vollends gelöst und es ging mit viel Tempo auf das Bremer Tor. Und nach einem langen Ball, köpfte ein gewisser Herr Kutschke zum 2:1 für die Heimelf ein. Während sich um mich herum alle einen überschwänglichen, nahezu perversen Jubel hingaben, jubelte ich nur kurz. Grund ist die Vergangenheit dieses Herren, welcher sich doch auch schon für das Produkt aus Leipzig prostituierte und sich daher seine Akzeptanz bei mir erst hart erkämpfen muss. Über die Führung habe ich mich selbstverständlich trotzdem gefreut. 
Dynamo dann weiterhin bestimmend, jedoch mal wieder unfähig im Chancen nutzen. Fast hätte sich das wieder kurz vor Schluss gerächt, doch am Ende blieb es beim verdienten 2:1 für die Legende aus Elbflorenz. 
Die Heimelf wurde dann noch von ihrem Heimblock, welcher heute ordentlich aufgelegt war, gefeiert. Weiter so Jungs!

Dann ging es für uns mit ein paar leckeren alkoholhaltigen Getränken auf die Heimfahrt, welche bei reichlich Gequatsche und Träumerein recht kurzweilig war. Für ein paar Bremer war der Weg nach Hause etwas trauriger und so durfte ihre wirkliche schicke "Amas Bremen" Zaunfahne die Heimreise nicht mit antreten (http://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Amas-Bremen-Zaunfahne-in-Dresden-geraubt&folder=sites&site=news_detail&news_id=12022).

Fazit: Riecht es hier etwa irgendwo nach zweiter Liga? Immer weiter der Nase nach Jungs!



  







Donnerstag, 11. Februar 2016

05.02.2016 VfR Aalen - BSG Wismut Aue 0-2

Aalen - was fiel mir bisher zu dieser Stadt auf der schwäbischen Alb ein? Nicht viel Positives! Meist wahren es Chaosfahrten, die uns hierhin führten. Schlagwörter die in meinem Kopf zu finden waren: Imbissroulette im Stadion, Maultaschenembargo und den Verzicht auf 3 Auswärtspunkte. An diesem Tag sollte alles anders werden...

Durch einen kulanten Arbeitgeber konnte doch noch die erste Auswährtsfahrt 2016 angetreten werden. Treffpunkt sollte Hof sein. Das letzte Mal als diese Variante gewählt wurde ging es 2010 nach Regensburg. Damals übrigens Aufstiegssaison.

Da man einige Minuten zu früh am Treffpunkt war, großer Pendlerverkehr war ja nur in die andere Richtung, fuhr man noch einige Kilometer durch die verschneite Region Oberfranken auf der Suche nach örtlicher Braukunst. Dies war allerdings die einzige Niederlage des heutigen Tages. Fehlanzeige. Da musste wieder das Dosenbier gebraut aus Windkraft herhalten.

Mit einer fragwürdigen Musikauswahl, wie in drei Teufels Namen haben die Ärzte mit diesem Zeug Platten verkauft, ging die wilde Fahrt Richtung Aalen. Ohne Beeinträchtigung kamen wir schließlich an, Maultaschen standen auf dem Plan. Nach kurzer Recherche entschlossen wir uns der Erzgrube einen Besuch abzustatten. Ein herausragende Wahl - gemütlich, gastlich und freundlich - die Maultaschen wussten mehr als zu überzeugen.

Das Bier zum Spiel wurde das Gebräu aus Wasseralfingen. Durch sein Wappen, dass die Hämmer und die Aalener Aale verbindet - ein Sinnbild der Partie. Darüber hinaus geschmacklich tiptop.

Nach der feinen Speisung erreichten wir pünktlich das Städtische Stadion zu Aalen. Bekannt durch horrende Eintrittspreise scheint man mitlerweile die Preisschraube etwas zurückgedreht zu haben. Die Einlassekontrollen alla Heidenheim und Aalen sind aber dennoch weiterhin nervig. Ein Zusammenhang mit der Zuschauerzahl von lediglich etwas mehr als 4000 Zahlenden besteht dabei nicht.

Das alljährliche Imbissroulette entfiel, keine Jetons konnten erworben werden, Stadionswurst und Bier für ostdeutsche Fangruppen konnte auf herkömmlichen Weg erworben werden. Geschmacklich allerdings bescheiden.


Zum Spiel: Aue im traditionellen giftgrün hatte die erste Hälfte sehr deutlich im Griff. Iron-Mike und Kollege Soukou leicht überraschend in der Startformation brachten keinen Qualitätsabfall, nur den Ball nicht über die Linie.

Die zweite Halbzeit wurde beginnlich etwas ausgeglichener, der für einen Freitag gut aufgelegte Gästeblock erstarrte als Ex-Rasenballbanksportler Morys den Pfosten erwischte. Oben schon erwähnter Soukou machte nach feinem Lupfer die verdiente Auswärtsführung perfekt. Der Autor hatte danach bereits ein zweites Tor des Winterneuzugangs bejubelt, die Flugbahn des Balles meinte es aber anders, lag wohl an der Erdkrümmung.


Nachdem unser Max noch einen sehenswerten Kopfball ans Aluminium brachte, stellte Stief Breitkreutz schließlich den Endstand von 0-2 her. Leider fehlt er im nächsten Spiel auf Grund einer Gelbsperre.

Dass jede Gelbe Karte und Ecke lautstark von irgendwelchen Elefanten oder lokalen Wirtschaftsgrößen präsentiert wurden, trübte diesesmal die Freude des Auswärtssieges nicht. Freudig ging es nach Hause, wo auch schon das verdiente Wasseralfinger wartete.


Nun gibt es erstmal etwas Wismut-Abstinenz, bis ich zu den Ostspielwochen mit Erfurt und Cottbus endlich wieder dabei bin.


Montag, 8. Februar 2016

07.02.2016 Hallescher FC - Sg Dynamo Dresden 0:0

Lok & Halle nur Kaputte? Leipzig, Halle Hurensöhne!
 
Die Anreise in einer der wohl hässlichsten Städte Deutschlands (nein Halle hat auch ein paar schöne Ecken, man muss nur etwas mehr suchen) erfolgte heute via Deutsche Bahn. Zu fünft wurde sich in der Leipziger Südvorstadt getroffen, ehe es via S-Bahn in Richtung Halle an der Saale ging. Auf der Fahrt wurden einige Produktkonsumenten gesichtet, welche heute gegen Braunschweig ranmussten, es blieb aber beim beäugen. Die Fahrt verlief dann auch kurzweilig bei ausgiebigen Gesprächen und Bier.

In Halle angekommen, ging es dann ohne große Verzögerung in Richtung Stadion. Der Gästesektor war wie immer gut gesichert, so dass ein erstürmen nur schwer möglich war. Wo sind da nur die guten alten Zeiten in Halle hin? Ein paar Rangelein gab es dann aber trotzdem und so hatte Team Green auch wieder einen großzügigen Finger am Pfeffersprayverteiler. Aber letzten Endes beruhigte sich alles recht schnell.

Der Gästeblock dann wieder gut voll, was wohl auch daran lag, dass wohl einige mit Heimkarten in den Gästebereich gelangten. Der Heimbereich hingegen, war nicht ganz ausverkauft und so waren heute „nur“ 11.500 Zuschauer im Stadion. Echt dünne liebe Hallenser!,
Nicht ganz so dünne war hingegen die Heimchoreo anlässlich des 50 Vereinsjubiläums. Diese bestand aus weiß-roten Fahnen, welche im kompletten Stadion verteilt waren, dazu eine Blockfahne mit HFC-Logo und abgerundet wurde alles mit einigen Bengalen. War sicherlich nicht innovativ (wir reden hier auch von Halle), jedoch durch den kontrollierten Einsatz der Pyro machte es doch etwas her.  Im Gästeblock gab es heute nur ein paar Schwenker und Doppelhalter, auf Pyro etc. wurde verzichtet.
Das Spiel gestaltete sich dann wie erwartet, Dynamo bestimmte das Geschehen und Halle versuchte zu kontern. So hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten, doch Dynamo mit den klareren Chancen, was aber egal ist, denn beide konnten diese nicht nutzen.  So ging es mit 0:0 in die Pause.
In Halbzeit 2 wollte Dynamo dann den Sieg kam aber nur selten in gute Situationen. Diese wurden dann mitunter kläglich liegen gelassen. Halle versuchte weiterhin über Konter zum Erfolg zu kommen, welche aber nicht gut gespielt wurden und somit scheiterten. Am Ende blieb es beim 0:0, was wohl für Halle ein Punktgewinn war, für die Gäste sich jedoch eher nach 2 verlorenen Punkten anfüllte.
Die Stimmung war heute im Gästeblock gut und somit auch konträr zu den letzten Heimspielen im RHS. Die Heimseite hingegen war heute nicht gut aufgelegt bzw. wirkte diese gehemmt. Ich weiß nicht genau woran das lag, doch bei den letzten Auftritten in Dresden konnten die Hallenser wesentlich mehr Eindruck schinden.

Nach dem Spiel verweilte dann ein Großteil der Gäste noch im Block und besang ihre Liebe zum Verein mit dem „Ich hatte einen Traum und dieser Traum war wundervoll, Europacup es war ein Auswärtsspiel in Amsterdam…“ Lied, welches noch unzählige Minuten nach dem Spiel durch das Stadion hallten. Die Mannschaft bekam dies auch mit und kam nochmal vom duschen nach draußen und feierten mit ihren Fans und holten sich nochmal Mut und Unterstützung für die restliche Rückrunde.
Die Rückfahrt und der Marsch zum Bahnhof verliefen dann ruhig. Ein paar Hallenser pöbelten zwar noch hinten einer fetten Bullenkette, dies konnte man jedoch nur Müde belächeln.


Fazit: Guter Auftritt leider ohne 3 Punkte.




  











Dienstag, 2. Februar 2016

31.01.2016 Eisbären Berlin - Straubing Tigers 2:1 (1:0 | 1:0 | 0:1) (DEL Eishockey)

Um das Wochenende wirklich Rund zu machen, hieß es am Sonntag auf nach Berlin. Genauer gesagt zu den Eisbären nach Berlin. Diese tragen ihre Heimspiele in der Mercedes Benz Arena (früher O2-World) aus, welche heute zu min. lt. Arenaansage ausverkauft war. Wir hatten heute Plätze im Oberrang hinter dem Tor und gegenüber von der Heimkurve. Neben uns standen auch die heutigen Gästefans, welche sich wohl so um die 25 bezifferten.
Zur Arena kann man schon sagen, dass es eher eine Eventhalle ist und man nicht denkt, dass dort drinne ein Eishockeyspiel stattfinden kann. Inkl. Rolltreppe und so weiter, wirkt es doch eher Sport untypisch.
Ansonsten ist das Publikum quer durch alle Schichten der Gesellschaft, die in der Fankurve wirken schon so, wie der übliche Fußballpöbel und unterstützten ihr Team heute bedingungslos. Auch die Gesänge kamen gut und auch die ein oder andere Klatscheinlage wusste zu gefallen und kannte ich so nicht. Hingegen tümmeln sich auf den restlichen Tribünen die Eventis, Schicki-Micki's, Einmalgänger, Familien und Suffniggs, welche je nach Laune das Spiel verfolgten. Einige wirkten schon recht fanatisch, wohingegen andere lieber auf ihren Smartphone rumtippelten. 
Auch noch ein Wort zum kulinarischen Angebot. Dieses bot u.a. Pommes, Schnitzelbrötchen, Chicken-Nuggets oder aber auch Nachos gab es im Angebot und wirkte so doch eher etwas Amerikanisch. Fehlte nur das Popcorn, aber das gab es sicherlich auch noch irgendwo. Preislich war das Essen aber in Ordnung, auch wenn es einen geschmacklich nicht die Schuhe auszog. Die Schuhe zogen sie einen hingegen bei den Getränkepreisen aus. 4,-€ für ein Bier finde ich dann im Osten doch schon recht sportlich und auch die alkoholfreien Getränke waren nicht billiger.

Nun aber zum Warm-up. Denn das Einlaufen der Mannschaft aus Berlin wurde mit ordentlich Tam-tam zelebriert. So wurde ein großer Eisbärenkopf aufgeblasen und über den Videowürfel wurde ein paar Videos eingespielt. Außerdem gab es reißerische Musik und nachdem auch noch ordentlich Pyro (gibt es dafür eigentlich auch Strafen?) in Form von Raketen und Knallern gezündet wurde, kamen die Eisbären auf's Eis. Begleitet wurde ihr Auflaufen durch laute "Dynamo! Dynamo!" Rufe der Heimkurve. Eben jene Heimkurve hatte auch eine Choreo vorbereitet, welche in Form von roten, silbernen und blauen Glitzerfolien dargestellt wurde. Davor stand auf einem Spruchband Fanatics. Worauf das genau abzielte, kann ich leider nicht sagen, aber wie schon gesagt, war mein Blick durch den Videowürfel etwas behindert. Aber noch ein Wort zur Heimkurve, denn diese hatte neben 3 großen Schwenkern, auch noch einige kleine Schwenker, sowie einige Doppelhalter. Aber vor allem die Beflaggung am Zaun wusste zu gefallen und so erkannte man auch öfter das berühmte Dynamo "D" in den Zaunfahnen. Insgesamt ein positiv obtisches Bild, was ich so in der Klasse und Form nicht wirklich beim Eishockey erwartet hätte. Leider hatten die Gäste nichts in der Form dabei, was dem Spiel noch einen besonderen Kick hätte geben können.

Jetzt aber endlich zum Spiel. Dieses hatten die Berliner von Anfang an im Griff und dominierten das Spiel, wenn beide Mannschaften sich in gleicher Mannstärke gegenüberstanden. Die Gäste aus Straubing kamen nur gefährlich vor das Tor, wenn die Berliner in Unterzahl agieren mussten. Da allerdings beide Teams bei diesem Spiel ein katastrophales Powerplay-Spiel aufwiesen, konnten beide daraus kein Kapital schlagen. Doch Tore konnten man trotzdem bestaunen und so gab es pro Drittel min. eine Bude. So erzielten die Berliner in den ersten beiden Dritteln jeweils ein Tor und hätten bei etwas mehr Schussglück auch das ein oder andere mehr erzielen können. Auch im dritten Drittel schien es lange so, als ob der Berliner Keeper ein Shutout (Spiel ohne Gegentor) verzeichnen könnte. Doch die Straubinger Gäste opferten ihren Goalie für einen sechsten Feldspieler und dieser Mut wurde durch den Anschlusstreffer belohnt. Dabei blieb es aber dann auch und am Ende blieb es bei einem sicherlich verdienten 2:1 für die Heimmannschaft. 
Die Halle leerte sich dann auch recht schnell und für uns ging es auf eine ruhige Heimfahrt.

Fazit: Ein toller Ausflug, welcher sicherlich wiederholt wird, wenn es mal wieder passen tut.