Freitag, 17. November 2017

Bsg Chemie Leipzig - FSV Zwickau 4:2 Sachsenpokal



„Ich geh mit meinem Bengalo
und mein Bengalo mit mir
da drüben fliegen die Leuchtspuren
und mein Bengalo von mir
das Tor springt auf
der Mob stürmt raus
Rabimmel, Randale, Rabum
Bum Bum!“


Endlich wieder mal Sachsenpokal und Dank Luther konnte man sich das Spiel aus zu Gemüte führen ohne einen gelben Urlaubsschein ziehen zu müssen. So ging es am Reformationstag in eines, wenn nicht sogar in das geilste Stadion Deutschlands. Dort erwarte uns heute ein Spiel, wo das Spiel für mich heute eigentlich nur nettes Beiwerk war. Denn im alt ehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark traf die heimische BSG Chemie Leipzig, auf die roten-weißen Schwäne vom FSV Zwickau und somit wohl 2 der kreativsten Ultragruppen im Lande. Vor allem in Hinsicht was Gesänge und Choreographien angeht und auch heute sollte man nicht enttäuscht werden.

 
 
 

Daher fangen wir heute auch mit dem Gezappel auf dem Rasen an, was der Außenseiten aus Leutzsch mit 4:2 nach 90 Minuten für sich entscheiden konnte und nicht mal unverdient in die nächste Runde einzog. Eine schnelle 2:0 Führung nach 10 Minuten konnten die Jungs & Freunde vom Sachsenring zwar bis zur Halbzeit egalisieren, doch in Halbzeit 2 hatte Chemie das Glück und den nötigen Willen auf seine Seite und feierte am Ende ein verdientes Weiterkommen.

 
 
 
 
 
 
Nun aber zum eigentlich Highlight, denn den 4.300 Zusehern wurde einiges geboten. Insgesamt durfte Chemie 800 Gästekarten verkaufen. Sie hätten wohl auch gerne mehr nach Zwickau (welche von ca. 50 Dynamos unterstützt wurden) geschickt, aber das ließ die Bullerei und andere Behörden nicht zu. Schade eigentlich. Auch die Heimseite hatte etwas Unterstützung von ihren Freunden von den „Ultras Frankfurt“, welche öfters mal am Rande des Heimblockes rückten um sich die Gäste etwas näher anzuschauen. Aber es blieb zu min. im Stadion nur beim schauen.

 
 
 
 
 

Zum Spielbeginn zeigte die Heimseite eine Choreo mit dem Spruchband: „Leutzscher Hölle“, welches mit reichlich Bengalen untermauerte wurde, sowie Kassenrollen und einer Blockfahne auf dem Dammsitz. Echt Oldschool und ein echt geniales Bild. Aber auch die Gäste ließen sich nicht lumpen und nachdem das letzte Bengalo auf der Heimseite erloschen war, qualmte es schon im Gästeblock und eine große Rauchwolke nebelte den Gästeblock ein. Dies wurde vorher unter einer Blockfahne vorbereitet, wo sich die Leute vermummten und umzogen. Auch sehr sympatisch war der Stadionsprecher welcher die Pyroaktionen nur recht halbherzig für schlecht befand. Danach legten beide Seiten mit einem ordentlichen Support los, wobei der Heimanhang durch den positiven Spielverlauf gut beflügelt war. Bei den Gästen zog meistens nur der Kern um die Ultras von Red Kaos mit. Die Gäste hatten heute aber ohnehin mehr Spaß am Zündeln und so loderte es während der ersten Halbzeit immer und immer wieder auf im Gästeblock. Einmal wäre das der „Plauen“-Fahne im Gästeblock fast zum Verhängnis geworden, denn ein Bengalo kam dieser erheblich nahe und sie fing schon langsam an zu brennen. Das beherzte Eingreifen des Zwickauer-Capos rettete diese aber vor dem Feuertod. Die Ordner sahen das aber nicht so gerne und gingen den Capo Unsanft ans Leder. Am Ende konnte man sich aber einigen und er durfte seiner Tätigkeit auf dem Zaun wieder nachgehen.

 
 
 
 
 
 
 
Apropos Feuertod. Die Gäste aus Zwickau übergaben noch der Zaunfahne „Weißenfels Jungs“ ihrem gerechten Schicksal und entsorgten diese Stilecht am Zaun mit Hilfe von Bengalos. Man muss aber auch erwähnen, dass dieser Fanclub eher einer des FC Sachsens war und meines Wissens nicht aktiv bei der neugegründeten BSG Chemie in Erscheinung getreten ist. Daher hielten sich die Unmutsäußerungen auf der Heimseite auch in Grenzen.  Aber auch die Heimseite ließ sich nicht lumpen und präsentierte einiges an Utensilien, wobei man sagen muss, dass da wesentlich mehr Dynamo-Zeug am Start war.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Nach Abpfiff verabscheuten wir uns recht schnell und kamen somit ohne Probleme nach Hause.

 

Fazit: Das war und ist Fußball!!!

29.10.2017 Sg Dynamo Dresden - Eintracht Braunschweig 1:1



„Stürmische Zeiten ziehen auf!“

 

Nicht nur Sturmtief „Herwart“ sorgte an diesem Wochenende für schlechte Stimmung, auch die Leistung von den Goldfüßen in den vergangenen Wochen ließen einige Wünsche offen und so bewegt man sich peu á peu in Richtung Abstiegsplätze. 

 

Unsere Anreise erfolgte beim Spieltag etwas anders als geplant mit dem Pkw, da das oben genannte Sturmtief den Bahnverkehr in großen Teilen Deutschlands lahm legte. Aber gut sei es drum! So ging es mit dem Pkw eben gen Elbflorenz und obwohl einige Straßen durch umgestürzte Bäume oder Äste versperrt waren, erreichte man pünktlich die geliebte Landeshauptstadt. Auch dort konnte man beobachten, wie das Sturmtief sein Spuren hinterließ.  Wir wollten dann recht schnell in Richtung Stadion schlürfen, doch als wir dort ankamen, sah man schon die Nachricht, dass das Spiel von 13:30 auf 16:00 verlegt wurde.

 
 
 

Die Zeit wurde dann genutzt um sich mal wieder etwas Kulinarisches zu gönnen, was bei guten Essen und lecker Pils auch gut gelang. Anschließend ging es noch etwas Sturmschäden notieren, wobei das Wetter auch nicht gerade ein Leckerbissen war und lediglich die begleitenden Biere den Körper warm hielten.

 

Dann war aber auch die Zeit bis zum Anpfiff irgendwann mal rum und man enterte das heilige Rund. Dort verirrten sich heute insgesamt 29.312 Zuschauer, wovon eine ordentliche Anzahl ca. 1.800 den Gästen aus Braunschweig die Daumen drückten. Stimmungstechnisch blieb das Spiel auf Gästeseite leider nicht in Erinnerung. Da wäre mit der Masse sicherlich auch mehr möglich gewesen. Auch optisch blieb einen nichts Erwähnenswertes im Kopf. Die Heimseite hingegen legte in meinen Augen heute in Sachen Stimmung eine gute Sohle auf das Parkett.

 

An der Leistung der Mannschaft lag der gute Auftritt des Stimmungskerns aber sicherlich nicht. Denn diese spielte, wie schon die ganze Saison schon, mit viel Aufwand, aber am Ende blieb auch nur die Bewertung: „Sie waren stets bemüht“. Irgendwie sieht man zwar dass das Team will, aber der letzte Wille bzw. der letzte Funke springt nicht so richtig über. Dies liegt vielleicht auch an der Körpersprache mancher Spieler, bei denen manchmal nicht den Unterschied sieht, ob die Mannschaft 3:0 führt oder hinten liegt. Da muss auf jeden Fall nochmal ein Ruck durch das Team, sonst kann das am Ende der Saison eine eklige Geschichte werden.


Das Spiel war bis auf die ersten 20 Minuten keine Augenweite und Dynamo ging durch einen Nachschuss nach einem Freistoß mit 1:0 in Führung. Man ließ dann noch 1-2 Chancen in Hz. 1 liegen und ging mit 1:0 in die Pause. Aus jener kamen die Gäste etwas besser heraus und erzielten nach einer Ecke relativ unbedrängt das 1:1. Danach Dynamo wieder mit mehr Mut doch man verpasste die erneute Führung und hatte kurz vor Schluss nochmal Glück. So blieb es beim 1:1.

 

Die Abreise gestalte sich dann weniger stürmisch und war pünktlich zum Tatort wieder Zuhause.


Fazit: Wir fangen schon mal langsam an die Kreuze für den Trainingsplatz zu schnitzen…